Gratulation! Kometensonde trifft Zielkometen!

Seit mehr als 10 Jahren haben wir auf diesen Moment gewartet, nun kam endlich die erlösende Meldung von der ESA: Rosetta hat ihr Ziel erreicht!

Die europäische Sonde erreicht planmäßig am 6. August 2014 den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, und das in einer Entfernung von 405 Mio km von der Erde.

Die Reise dauerte zehn Jahre, fünf Monate und vier Tage, bei einer Reisestrecke von 6,4 Milliarden km. Dabei musste die Sonde mehrmals eng an diversen Planeten vorbeifliegen und per Swing-By-Manöver Schwung für die lange Reise holen.

Nun ist sie mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs, die auch der Komet auf seinem Weg ins Innere des Sonnensystems hat, das sind derzeit ca. 55.000 km/h! Nur so ist es Rosetta möglich, den Kometen zu begleiten.

Das eigentliche Ziel der Mission ist es ja, den Kometen aus nächster Nähe dabei zu beobachten, wie er seinen Kometenschweif ausbildet, also Gas- und Staubfontänen entwickelt und abstößt.

Je mehr sich der Komet der Sonne und ihrer gewaltigen Hitze nähert, desto heftiger werden die Ausbrüche sein. Und das können wir jetzt aus allernächster Nähe mitverfolgen!

Zunächst einmal beglückt uns Rosetta mit detaillierten Aufnahmen der Kometenoberfläche. Dabei gab es schon eine erste Überraschung: Der Komet hat eine sehr eigenwillige Form. Er scheint aus zwei Teilen zu bestehen, einem kleineren 'Kopf' und einem größeren 'Körper'. Das brachte ihm schon den Spitznamen Quietsche-Ente ein. Wie er zu dieser ungewöhnlichen Erscheinung kam, bleibt noch zu erforschen.

Eine weitere Überraschung war die Erkenntnis, dass der Komet bereits in einer relativ großen Entfernung zur Sonne zeitweise eine ausgedehnte Hülle aus Gas und Staub entwickelte.

Der eigentliche Höhepunkt der Mission steht für November auf dem Plan. Dann soll der mitgeführte Lander Philae auf der Kometensonde aufsetzen. Seine Experimente sollen die Beschaffenheit des Kometen ergründen.

Die Materie des Kometen stammt sehr wahrscheinlich noch aus der Anfangszeit des Sonnensystems und wurde nicht durch tektonische Prozesse verändert. Somit haben wir mit dem Kometen ein Päckchen Urmaterie vor uns, aus der sich letzlich auch die Erde bildete. Es bietet sich hier die Möglichkeit, diese Urmaterie direkt auf ihre Zusammensetzung hin zu untersuchen.

Damit Philae seine Arbeit aufnehmen kann, muss vorher noch ein geeigneter Landeplatz gefunden werden. Sollte das Landemanöver glücken, wäre dies die erste Landung auf einem Kometen, ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt.

Auch Rosetta selbst liefert einen Meilenstein, denn noch nie kam eine Raumsonde so nahe an einen Kometen heran! Momentan hat Rosetta noch einen Abstand von ca. 100 km (das ist deutlich weniger als die ca. 400 km Höhe, in der die Internationale Raumstation die Erde umkreist).

In den nächsten Wochen und Monaten wird Rosetta den Kometen umkreisen und dabei sehr wahrscheinlich ihren eigenen Rekord noch einige Male brechen, indem sie sich dem Kometen etappenweise bis auf ca. 10 km nähert. Es wird sich also noch so einiges tun!

Ich danke hiermit dem ESA-Missions-Team
für diese spannende und großartige Mission
und wünsche Rosetta weiterhin guten Flug,
sodass sie uns noch viele Bilder und Daten liefert,
auf dass wir unserem Bild von der Welt
ein weiteres Puzzleteilchen hinzufügen können!

Eure Denise

Aktuelle Infos zu dieser Mission gibt es hier: http://blogs.esa.int/rosetta/
und hier: http://rosetta.esa.int/,
und hier findet ihr eine 3D-Animation der Flugbahn von Rosetta: http://sci.esa.int/where_is_rosetta/

Die Fotos auf dieser Seite stammen von der ESA.

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