Außerirdische

Außerirdische begegnen uns heutzutage ziemlich oft - im Kino, im Fernsehen, in Comics und Büchern, im Spielwarenhandel usw. So unterschiedlich all diese Wesen auch sind - groß oder klein, dumm oder intelligent, süß oder eklig, lieb oder gefährlich, grün oder braun - eines haben sie gemeinsam: sie alle sind irdische Geschöpfe, entsprungen der schöpferischen Kreativität des menschlichen Geistes. Oder kurz gesagt: sie sind bloß ausgedacht, nicht real.

Oft genug sind uns diese Wesen sogar ziemlich ähnlich. Sie haben meist einen Kopf als Schaltzentrale, versehen genau wie bei uns mit Sinnesorganen, ihre Körper haben zumeist auch ein Armpaar und ein Beinpaar. Wie aber ein wirkliches Alien aussieht, das wissen wir nicht. Wir können uns nur Gedanken darüber machen, wie sie aussehen KÖNNTEN und wo wir sie finden könnten.

Leben im Sonnensystem

Bisher kennen wir nur einen einzigen Himmelskörper, auf dem Leben existiert, und das ist unser eigener Planet. Schon der am nächsten gelegene ist nur eine leblose Steinwüste - der Mond. Bisherige Untersuchungen unserer Nachbarplaneten Venus und Mars haben auch noch kein Anzeichen von Leben erbracht. Sind wir also der einzige bewohnte Planet?

Noch vor etwas mehr als 100 Jahren sagte man Venus eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt nach. So wolkenverhangen und relativ nahe bei der Sonne stellte man sie sich als feucht-warmen bis heißen tropischen Dschungel vor, mit üppigem Pflanzenbewuchs und großen Dinosauriern und anderem Getier, das auf ihr sein Unwesen treibt und eventuelle intelligente Bewohner dazu bringt, sich vor ihnen zu verstecken und sich still zu verhalten. Ansonsten hätten die Bewohner der Venus doch bestimmt schon Kontakt zu den Erdlingen aufgenommen!

Landungen der Venera-Sonden in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ermöglichten uns zum 1. Mal einen Blick unter die dicke Wolkendecke der Venus. Seitdem wissen wir, wie ihre Oberfläche beschaffen ist und welche tatsächlichen Verhältnisse dort vorherrschen. Venus ist ein Vulkanplanet, heißer noch als der sonnennahe Merkur, von Leben ist dort nichts zu finden. Selbst die Sonden, die auf Venus landeten, hielten nicht länger als ein paar Minuten den dort herrschenden Temperaturen und dem hohen Luftdruck stand. Mehr über Venusmissionen gibt es *hier* nachzulesen.


Was tun um außerirdisches Leben zu entdecken?

Wo soll man nur anfangen mit der Suche? Astronomen schätzen die Zahl der Galaxien auf 200 Milliarden. Wenn jede Galaxie durchschnittlich 200 Milliarden Sterne besitzt, sind wir bei der Anzahl der Sterne schon bei 10 hoch 22! Bei dieser Zahl wird sogar gestandenen Astronomen schwindlig..

Seit einigen Jahrzehnten schon läuft die Suche nach bewohnten Welten außerhalb der Erde. Zuerst schauten wir uns natürlich in unserer unmittelbaren Nachbarschaft um und schickten Raumsonden zum Mond und zu den Nachbarplaneten Venus und Mars. Gleichzeitig zur Suche nach Leben wurde nach Wasser geschaut, in dessen Nähe sich ja Leben tummeln könnte. Doch bisher fanden wir keine noch so primitiven Lebewesen.

Danach waren auch alle anderen Planeten an der Reihe. Doch auch hier ergab sich nichts. Auf Merkur, Jupiter und Co lebt nichts. Nicht einmal auf dem Saturnmond Titan wurden wir fündig, der sich bisher mit einer dicken Wolkendecke vor unseren Blicken versteckte. Die Titansonde Huygens fand entdeckte zwar Gebirge, Flüsse und Seen, aber in der - 170° kalten Atmosphäre des Mondes mit seinen Methanflüssen gibt es keine Lebensspuren.

ufo

Welche Möglichkeiten der Suche haben wir?

Vielleicht suchen Ausserirdische nach uns?

Vielleicht senden außerirdische Gesellschaften ja Signale aus, um auf sich aufmerksam zu machen? Um solche Signaturen aufzuspüren, ist das Projekt SETI ins Leben gerufen worden. SETI bedeutet Search for Extra Terrestrial Intelligence, also Suche nach außerirdischen Intelligenzen.

Seit zwei Jahrzehnten wird der Himmel mit dem großen Radioteleskop in Arecibo nach verdächtigen Signalen aus dem All abgesucht. Doch wirklich gefunden wurde bisher nichts. Es gibt zwar einige bemerkenswerte Signale, beim nochmaligen Abhören der gleichen Himmelsregion wiederholten sie sich aber nicht. So müssen sie leider dem zufall zugeschrieben werden.

Haben sie es inzwischen aufgegeben, nach uns zu suchen? Vielleicht funkten sie ja 5000 Jahre lang in unsere Richtung, ohne je eine Antwort zu bekommen? Wie lange werden WIR uns wohl die Mühe machen und nach Signalen aus dem All forschen?

Wie lange wird es uns Menschen überhaupt noch geben? Vielleicht ist unsere Zivilisation längst wieder erloschen (durch weltweite Kriege oder Seuchen, durch Klimakatastrophen und Umweltverschmutzung, durch Mangel an Trinkwasser usw.), bevor sich Außerirdische bei uns melden können? Vielleicht ist genau das bei den anderen schon passiert und es gibt sie längst nicht mehr?

Unser Fazit an dieser Stelle: So einfach ist das nicht mit den Signalen aus dem All. Wir können uns gegenseitig ganz leicht ganz knapp verpassen..

In der Phantasie ist alles erlaubt

Und was passiert, wenn wir tatsächlich eines Tages eindeutig intelligente Signale von außerhalb empfangen? Wenn wir darauf reagieren und antworten, könnte unser Signal viele Jahre oder Jahrzehnte unterwegs sein, bis es sein Ziel erreicht. Das ist eine äußerst mühsame Art der Kommunikation, denn auf eine Antwort müssten wir mindestens ebenso lange warten. Zwischen Frage und Antwort kann so leicht eine ganze Generation liegen! Aber zumindest wüssten wir dann mit Sicherheit:

Wir sind nicht allein in den großen Weiten des Kosmos!


 

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