Himmel im Dezember
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- Kategorie: Monate
Highlights:
| Mondfinsternis | Wintersonnenwende | Sternschnuppen | |
| Sonne | Mond | Planeten | Sternenhimmel |
Die Sonne
| Tag | Aufgang | Mittagshöhe | Untergang | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|
| 1.12.2011 | 7:56 Uhr | 18° | 16:20 Uhr | 8,5 Stunden |
| 31.12.2011 | 8:18 Uhr | 17° | 16:27 Uhr | 8 Stunden |
| Heute (23.02.2012) | 07:15 Uhr | 17:51 Uhr | 10 h 36 min | |
| Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa | ||||
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, Dämmerungszeiten und einiges mehr für den aktuellen Tag.
Die Sonne erreicht im Dezember den tiefsten Stand am mittäglichen Himmel. In Deutschland kommt sie über 16-17 Grad Höhe nicht hinaus. Je weiter man nach Norden kommt, desto niedriger bewegt sich die Sonne über den Taghimmel.
Das führt sogar soweit, dass sie es nördlich des 67. Breitengrades (dem Polarkreis) gar nicht mehr über den Horizont schafft. Dort hat für einige Tage bis Wochen die Nacht kein Ende, es bleibt andauernd dunkel. Es ist die Zeit der Polarnacht.
Infolge des tiefen und kurzen Tagbogens der Sonne hat auch die Sonnenscheindauer im Vergleich zu den Vormonaten stark abgenommen. Im Dezember befindet sich die Sonne in Deutschland durchschnittlich nur 8 Stunden lang über dem Horizont, 16 Stunden dauert dagegen die Zeit der Dunkelheit.
Der 22. Dezember ist einer der kürzesten Tage des ganzen Jahres. Die Sonne geht erst um 8:16 Uhr auf und bereits um 16:20 Uhr wieder unter. An diesem Tag durchschreitet die Sonne um 6:30 Uhr ihren tiefsten Punkt am Himmel (im Sternbild Schütze).
Ein Klick auf die Button der unteren Animation verdeutlicht den Lauf der Sonne.
Der 22. Dezember ist zugleich der Tag der Wintersonnenwende. Was bedeutet das? Die Sonne geht nur zur Tag- und Nachtgleiche am 21. März und 21. September genau im Osten auf und im Westen unter. Im Laufe des Jahres verschieben sich ihre Auf- und Untergangspunkte am Horizont. Ab dem 21. September geht sie immer weiter Richtung Südosten auf und Richtung Südwesten unter.
Am 22. Dezember schließlich hat sie ihre Extrempunkte im Südosten und Südwesten erreicht. Noch weiter südlich wird sie nicht auf- und untergehen, vielmehr kehrt sie nun um. In den Wochen und Monaten nach der Wintersonnenwende wird sie ihren Aufgang ganz allmählich wieder mehr Richtung Osten verlegen (und zum Untergang entsprechend Richtung Westen).
Im Dezember haben wir viel Zeit für ausgiebige Spaziergänge über den Sternenhimmel: Die lange Nacht ermöglicht es, in aller Ruhe die Sterne und Sternbilder zu bewundern! Auch einige Planeten befinden sich zum Jahresausklang am Nachthimmel. Dazu weiter unten mehr.
Der Mond
| Mondphase | Datum | im Sternbild | Aufgang | Untergang | |
|---|---|---|---|---|---|
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Erstes Viertel | 2.12.2011 | Wassermann | 12:30 Uhr | 0:01 Uhr |
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Vollmond | 10.12.2011 | Stier | 16:16 Uhr | 7:55 Uhr |
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Letztes Viertel | 18.12.2011 | Löwe | 0:22 Uhr | 12:05 Uhr |
| Neumond | 24.12.2011 | Schlangenträger | geht mit Sonne auf und unter | ||
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||||
Totale Mondfinsternis am 10. Dezember
Nach der Totalen Mondfinsternis vom 15. Juni tritt am 10. Dezember noch eine weitere Totale auf. Leider haben wir als Bewohner Mitteleuropas nicht viel davon, denn sie vollzieht sich dann, wenn bei uns Nachmittag ist. Der Mond geht hier erst auf, wenn die Finsternis schon fast vorbei ist. Lediglich das Ende kann beobachtet werden.

Der Vollmond tritt um 12:32 Uhr in den Halbschatten der Erde ein. Um 13:45 Uhr beginnt die Verfinsterung der Mondscheibe durch den Kernschatten. Von 15:06 Uhr bis 15:58 Uhr befindet sich der Mond vollständig im Kernschatten. Bis 17:18 Uhr ist der Mond noch teilweise verfinstert, was endlich beobachtet werden kann, denn inzwischen ist der Mond aufgegangen (Aufgangszeit ca. 16:16 Uhr).
Die Aufgangszeit des Mondes ist abhängig vom eigenen Standort und lässt sich mit dem Astrorechner ermitteln, indem dort die Koordinaten des Beobachtungsstandortes eingegeben werden. Von da an kann das Abklingen der Mondfinsternis beobachtet werden, also der Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde.
Die gesamte Mondfinsternis geht um 18:32 Uhr zu Ende, wenn der Mond auch den Halbschatten verlassen hat. Eine Verfinsterung der Mondscheibe durch den Halbschatten ist mit bloßem Auge nicht erkennbar, da der Helligkeitsunterschied zur unverfinsterten Vollmondscheibe minimal ist.
Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten
| Datum | Mondphase | nahe des Planeten | Abstand zum Planet |
|---|---|---|---|
| 1.12.2011 | zunehmender Mond | Neptun | 6,1° nördlich |
| 4.12.2011 | zunehmender Mond | Uranus | 6,3° nördlich |
| 6.12.2011 | zunehmender Mond | Jupiter | 5,2° nördlich |
| 17.12.2011 | abnehmender Mond | Mars | 8,5° südlich |
| 20.12.2011 | abnehmender Mond | Saturn | 6,5° südlich |
| 23.12.2011 | ganz schmale Sichel | Merkur | 2,6° südlich |
| 27.12.2011 | schmale zunehmende Sichel | Venus | 6,4° nördlich |
| 29.12.2011 | zunehmender Mond | Neptun | 6,0° nördlich |
| 31.12.2011 | zunehmender Mond | Uranus | 6,2° nördlich |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||
Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.
Alle Planeten im Dezember sichtbar:
Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun
Merkur am Morgenhimmel
Der Planet Merkur ist im Dezember vom 15. bis 25. morgens am Südosthorizont zu finden. Er erscheint in der Dämmerung knapp über dem Horizont und hat eine Leuchtkraft von -0,4 mag.
Im Dezember hält er sich in den Sternbildern Skorpion und Schlangenträger auf, deren Sterne allerdings in der Morgendämmerung verblassen und nicht wirklich gut zu sehen sind.
Als Aufsuchhilfe kann uns Saturn dienen, der sich im Dezember nahe Spica im Sternbild Jungfrau aufhält. Zwischen dem 20. und dem 22. Dezember befindet sich außerdem die abnehmende Mondsichel zwischen den beiden Planeten, wie in der Abbildung zu sehen ist. So kann man sich an Saturn und dem Mond orientieren, um Merkur zu identifizieren. Da Merkur recht hell ist, kann er nicht mit den umliegenden schwächer leuchtenden Sternen verwechselt werden.
Merkur ist erstmals am 13.12. ab 7 Uhr sichtbar. Nach dem 25. geht er so spät auf, dass er in der Dämmerung nicht mehr zu sehen ist.
Venus am Abendhimmel
Venus wird in den nächsten Monaten als strahlender Abendstern zu sehen sein. Im Dezember ist ihr Abstand zur Sonne noch zu gering, um sich gegen deren Strahlkraft durchsetzen zu können.
Venus hält sich im Dezember in den Sternbildern Schütze und ab 20. im Steinbock auf.
Sie erscheint als einer der ersten Leuchtpunkte am Himmel, wenn die Abenddämmerung einsetzt. Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 18 Uhr unter, an Silvester gegen 19:15 Uhr. Die Beobachtungsbedingungen werden sich im Laufe des Dezembers deutlich verbessern.
Mars am Morgenhimmel

Der rote Planet Mars geht Anfang Dezember gegen 23 Uhr auf, an Silvester dann schon um 22:30 Uhr. In diesem Monat wird sich eine deutliche Helligkeitssteigerung bemerkbar machen. Während Mars zu Monatsbeginn noch 0,8 mag hell ist, steigert er seine Helligkeit bis Monatsende auf 0,2 mag. Das liegt daran, dass die Erde den Mars bald auf ihrer weiter innen liegenden Bahn um die Sonne überholen wird und sich dabei der Abstand zu Mars immer weiter verringert.
Am Sternenhimmel legt der rote Planet im Laufe des Monats einen Weg zurück, wie er in der Abbildung zu erkennen ist. Dort sehen wir den Planeten zweimal - einmal Anfang Dezember und einmal Ende Dezember im Sternbild Löwe. Er bewegt sich von Regulus weg Richtung Sternbild Jungfrau.
Jupiter am Abendhimmel
Jupiter steht schon am Himmel, wenn es abends dunkel wird. Er befindet sich im Sternbild Widder. Nach wie vor ist er ein hervorragendes Beobachtungsobjekt. Bereits in kleinen Teleskopen und im Fernglas sind 4 seiner Monde zu sehen.
Mit größerer Optik werden auch die Streifen in seiner Atmosphäre sichtbar. Beobachtungstipps für Jupiter gibt es unter 'Jupiter beobachten'. Eine Anleitung zur Beobachtung der Jupitermonde gibt es unter Mach mit - Jupitermonde.
Die Abbildung zeigt die Position des Jupiter gegen Mitternacht am Osthimmel. Er befindet sich inmitten der Herbststernbilder und wird eingerahmt von Pegasus und Andromeda, Perseus und Stier, Widder und Fische und direkt unter ihm finden wir den Kopf des Meeresungeheuers Cetus oder Ketos (auch Walfisch).
Jupiter geht Anfang des Monats gegen 4:30 Uhr unter, an Silvester gegen 2:30 Uhr.
Saturn am Morgenhimmel
Saturn geht morgens am Osthorizont auf. Zu Monatsbeginn erscheint er gegen 3:50 Uhr, am Silvestermorgen schon um 2:10 Uhr. Der Ringplanet hält sich derzeit im Sternbild Jungfrau auf, nicht weit von dessen Hauptstern Spica. Im Laufe des Monats legt Saturn einen kurzen Weg zurück, wie in der Abbildung zu sehen ist.
Seine ganze Schönheit offenbart uns Saturn in einem Fernglas oder Teleskop, weil hier auch die Ringe sichtbar werden.
Je größer die Optik, desto mehr Details sind zu erkennen, so zum Beispiel die Cassinische Teilung, ein dunkler Bereich, der die Ringe voneinander trennt, oder auch zarte Streifen in der Saturnatmosphäre, die von Zeit zu Zeit entstehen.
Die Saturnringe haben derzeit eine Neigung von 15%, wir blicken also auf den nördlichen Teil des Planeten und sehen eine recht große Fläche der Ringe.
Mit optischen Hilfsmitteln können wir auch einen Blick auf Saturns Monde werfen, wobei sein größter Mond Titan am leichtesten zu erkennen ist. Tipps zur Beobachtung des Saturn gibt es auf der Seite 'Saturn beobachten'.
Uranus am Abendhimmel beobachtbar
Uranus befindet sich im Sternbild Fische und wandert mit den ihn umgebenden Sternen auf den Westhorizont zu. Zu Monatsbeginn geht er um 1:45 Uhr unter, an Silvester verschwindet er bereits kurz vor Mitternacht.
Mit bloßem Auge ist Uranus nur bei sehr dunklem Himmel und unter optimalen Sichtbedingungen zu erkennen. Was es uns schwer macht ihn zu entdecken ist seine blassgrüne Färbung. Mit weißem Licht würde er stärker auffallen. Besser ist es, man nimmt ein Fernglas zu Hilfe.
Neptun am Abendhimmel
Neptun befindet sich im Sternbild Wassermann. Neptun ist am Abendhimmel zu finden und geht zu Monatsanfang gegen 22:45 Uhr unter, zu Monatsende gegen 20:45 Uhr.
Damit ist die Zeit der guten Beobachtungen vorbei. Neptun wird in den nächsten Monaten gar nicht mehr am Nachthimmel zu finden sein.
Für gewöhnlich kann man Himmelsobjekte bis zu einer Helligkeit von 6 mag gerade so mit bloßem Auge sehen, aber nur bei richtig dunklem Himmel. Neptun ist unter keinen Umständen einfach so zu sehen.
Wer mit einem Teleskop auf die Suche gehen möchte, sollte sich vorher genau über seinen momentanen Standpunkt informieren, sonst verwechselt man ihn leicht mit schwachen Sternen aus der nahen Umgebung.
Sternenhimmel im Dezember
Im Dezember erscheinen die ersten Sterne bereits kurz nach 16 Uhr, da die Sonne beizeiten untergeht. Als erstes werden die hellsten Himmelslichter sichtbar. Dazu gehört Jupiter im Süden, der heller ist als alle Sterne. Richtung Osten erscheinen die Sternbilder Stier mit dem rötlichen Hauptstern Aldebaran und Fuhrmann mit dem weißlichen Hauptstern Capella. Der Stier fällt auf, weil er die beiden bekanntesten Sternhaufen beherrbergt - die wie ein V geformten Hyaden und das Sternhäuflein der Plejaden. Der Fuhrmann ist ein Sechseck aus relativ hellen Sternen. Diese beiden Sternbilder steigen im Laufe des Abends immer weiter nach oben und machen Platz für die Wintersternbilder, die nach und nach aufgehen und bis Mitternacht alle vertreten sind.

Auch die Herbststernbilder sind noch stark am Himmel vertreten. Hoch im Süden finden wir das Sternenviereck des Pegasus. Um ihn herum gruppieren sich weitere Herbststernbilder. Unterhalb von Pegasus sehen wir Jupiter im Sternbild Wassermann, das viele relativ schwache Sterne enthält. Zwischen Pegasus und Wassermann finden wir einen schwachen Sternkreis, das ist einer der Fische des Sternbildes Fische, wo wir auch Uranus finden können.. Der andere Fisch findet sich am linken Rand von Pegasus. Noch unterhalb der Fische finden wir das Sternbild Walfisch.

Im Laufe des Abends erobern sich die Wintersternbilder den Himmel. Unter dem Fuhrmann mit dem hellen Hauptstern Capella erscheint das bekannteste Wintersternbild schlechthin - Orion mit seinem markanten Sternen-H, dem hellen rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem bläulich-weißen Kniestern Rigel. Je weiter der Abend fortschreitet, desto mehr Wintersternbilder werden nun sichtbar. Unter Orion springt der Hase als Sternbild herum. Der Himmelsjäger ist nämlich gerade auf der Jagd mit seinen beiden Hunden, den Sternbildern Großer Hund und Kleiner Hund. Die Sterne des Großen Hundes bilden tatsächlich die Umrisse eines Hundes ab, mit dem hellsten Stern des Himmels - Sirius - als funkelnder Diamant an seinem Halsband. Der Kleine Hund besteht aus nur zwei gut sichtbaren Sternen. Der hellere davon heißt Procyon, das heißt übersetzt 'vor dem Hund' und bedeutet, dass er noch vor dem Großen Hund aufgeht.
Über den Hunden finden wir noch das Sternbild Zwillinge mit den hellen Sternen Castor und Pollux. An jedem der beiden hängt noch jeweils eine Sternenkette mit schwachen Sternen, die Richtung Orion zeigen. Die hellsten Sterne all dieser hier beschriebenen Sternbilder bilden das Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Capella (Fuhrmann), Aldebaran (Stier), Rigel (Orion), Sirius (Großer Hund), Procyon (Kleiner Hund) und Pollux (Zwillinge). Mittendurch zieht außerdem die Milchstraße. Sie ist nicht so auffällig wie im Sommer, weil wir im Winter aus unserer Galaxie hinausschauen. Da sind die Sterne weniger dicht. Im Sommer geht der Blick ja in Richtung Zentrum der Milchstraße, wo die Sterne dicht an dicht stehen.

Tipp für den Dezember: Wer ein Fernglas oder Teleskop zur Verfügung hat, kann sich im Dezember etliche imposante Himmelsobjekte anschauen. Mit bloßem Auge deutlich sichtbar, zeigen sich die Sternhaufen Plejaden und Hyaden im Fernglas mit weiteren, schwächeren Sternen. Der Anblick gleicht einer geöffneten Schmuckschatulle, die Sterne funkeln farbenfroh in großer Pracht. Am prächtigsten aber funkelt Sirius, der hellste Stern in unseren Breiten (Mitteleuropa). Er ist nur 9 Lichtjahre von der Erde entfernt und strahlt mit einer Helligkeit von - 1,5 mag. Der Stern Beteigeuze im Orion macht dagegen mit seiner rötlichen Farbe auf sich aufmerksam. Er ist ein Riesenstern, der bereits am Ende seines Daseins angekommen ist. Beteigeuze gilt auch als möglicher Kandidat für eine Supernova.
Etwas weiter nördlich befindet sich neben dem linken Horn des Stieres der Krebsnebel M 1. Er stammt von einer Supernova, die im Jahr 1054 beobachtet wurde. Seither breitet sich der Nebel immer weiter aus. M 1 ist ca. 6300 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Mit bloßem Auge andeutungsweise sichtbar offenbart uns der Orionnebel M 42 erst im Teleskop seine wahre Ausdehnung und Strukturen. Der nördliche Teil gehört zu M 43. Es handelt sich hier um eine große Gas- und Staubwolke, in der neue Sterne geboren werden. Einige sind bereits zu sehen und mit geschätzten 30000 Jahren noch sehr jung. Diese jungen Sterne ionisieren den Wasserstoff, der sie umgibt, weshalb der Nebel so schön leuchtet. Vermutlich wird sich die Helligkeit von M 42 in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten steigern. Das schließt man aus Beobachtungsberichten aus dem 17. - 19. Jahrhundert, in denen der Orionnebel noch als relativ unscheinbares Wölkchen im Teleskop beschrieben wird.
Im Sternbild Großer Hund finden wir unterhalb des Sirius noch M 41. Das ist ein offener Sternhaufen, der mit einem Fernglas leicht zu entdecken ist. Ein weiterer offener Sternhaufen findet sich im Sternbild Krebs. Das ist M 44, andere Namen dafür sind Praesepe oder Krippe. Während die Sterne des Krebses recht unscheinbar sind, präsentiert sich M 44 im Fernglas als funkelndes Sternhäuflein.
Highlights
Sternschnuppen im Dezember
Vom 7. bis zum 17. Dezember taucht der Sternschnuppenstrom der Geminiden auf. Er heißt so, weil er direkt aus dem Sternbild Zwillinge zu kommen scheint. In der Nacht vom 12. zum 13. Dezember wird das Maximum erwartet. Dann können in einer Stunde bis zu 120 Sternschnuppen über unsere Köpfe hinwegfliegen.
Aber auch in den Nächten davor und danach sind immer mal wieder welche zu sehen, man muss nur hinschauen. Mehr zum Thema gibt es auf den Seiten Kometen und Sternschnuppen.
Ein zweiter Sternschnuppenstrom ist zwischen dem 17. und dem 26. Dezember zu beobachten. Weil die Sternschnuppen aus der Gegend um den Kleinen Bären zu kommen scheinen, nannte man sie Ursiden.
In der Nacht vom 22. bis 23. Dezember haben sie ihr Maximum mit geschätzten 20 bis 80 Meteoren pro Stunde. Die Ursiden sind Überreste des Kometen 8P/Tuttle.
Allen Besuchern der Astrokramkiste wünsche ich einen schönen
Jahreswechsel und Alles Gute für das Jahr 2012!

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