Himmel im Februar
- Details
- Kategorie: Monate
Highlights:
| Schalttag 29. Februar! | Planetenbegegnung | ||
| Sonne | Mond | Planeten | Sternenhimmel |
Die Sonne
| Tag | Aufgang | Mittagshöhe | Untergang | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|
| 01.02.2012 | 7:54 Uhr | 23° | 17:13 Uhr | 9 Stunden |
| 29.02.2012 | 7:05 Uhr | 32° | 18:01 Uhr | 11 Stunden |
| Heute (23.02.2012) | 07:15 Uhr | 17:51 Uhr | 10 h 36 min | |
| Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa | ||||
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, Dämmerungszeiten und einiges mehr für den aktuellen Tag.
Im Februar steht die Sonne etwas höher am Mittagshimmel als im Januar. Sie erhellt den Tag zu Beginn des Monats für 9, am Ende dann schon für 11 Stunden. Im Laufe des Monats verlängert sich also die Sonnenscheindauer deutlich um fast zwei Stunden.
Die Nacht ist noch recht lang, man kann ausgiebig den Sternenhimmel bewundern. Zumeist sorgt auch die kalte klare Februarluft dafür, dass gute Sichtbedingungen herrschen.
Schaltjahr 2012 und
Schalttag 29. Februar
Dieser Februar wird einen Tag mehr haben als der im letzten Jahr. Wir haben ein Schaltjahr und schieben deshalb nach dem 28. Februar noch einen zusätzlichen Tag ein. Der Grund liegt darin, dass die Erde für eine Runde um die Sonne etwas länger als ein Jahr braucht, nämlich 365 Tage und einen viertel Tag.
Wenn wir ein paarmal einen Vierteltag ausfallen lassen, müssen wir ihn irgendwann als kompletten Tag wieder einfügen. Das geschieht alle 4 Jahre. Ein Schaltjahr hat also einen zusätzlichen Tag, den 29. Februar, und ist somit 366 Tage lang.
Genau genommen ist es nicht genau ein viertel Tag, den die Erde länger braucht, sondern 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden. Deshalb ist die Schaltregel auch etwas komplizierter. Ein Schalttag wird eingeschoben in Jahren, die durch 4 teilbar sind, aber sie dürfen nicht durch 400 teilbar sein. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Seite 'Schalttag/Schaltjahr'.
Der Mond
| Mondphase | Datum | im Sternbild | Aufgang | Untergang | |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Vollmond | 7.02.2012 | Krebs | 17:19 Uhr | 7:04 Uhr |
![]() |
Letztes Viertel | 14.02.2012 | Waage | 1:11 Uhr | 10:14 Uhr |
| Neumond | 21.02.2012 | Wassermann | geht mit Sonne auf und unter | ||
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2012' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||||
Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten
| Datum | Mondphase | nahe des Planeten | Abstand zum Planet |
|---|---|---|---|
| 10.02.2012 | abnehmender Mond | Mars | 9,7° südlich |
| 13.02.2012 | abnehmender Mond | Saturn | 6,2° südlich |
| 23.02.2012 | hauchdünne Sichel | Merkur | 6,1° nördlich |
| 24.02.2012 | zunehmende Sichel | Uranus | 5,7° nördlich |
| 25.02.2012 | zunehmender Mond | Venus | 2,7° nördlich |
| 27.02.2012 | zunehmender Mond | Jupiter | 3,8° nördlich |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2012' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||
Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.
Die Planeten im Februar:
Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus
Merkur am Morgenhimmel
Der Planet Merkur wird erst im letzten Monatsdrittel wieder am Himmel zu sehen sein. Am 7. Februar holt er auf seiner Bahn die Sonne ein und wechselt dann auf die andere Sonnenseite. Während dieser Zeit ist er nicht zu erkennen, da er sich zusammen mit der Sonne am Taghimmel aufhält.
Ab dem 22. Februar wird Merkur abends am Westhorizont zu sehen sein. Nach Sonnenuntergang kann man nach dem kleinen Planeten Ausschau halten. Er geht ungefähr eine Stunde nach der Sonne ebenfalls unter, so gegen 19 Uhr. Bei zunehmender Dämmerung ist der -1,2mag helle Merkur eine halbe Stunde vor seinem Untergang knapp über dem Horizont zu erkennen.
Am Monatsende geht Merkur dann um 19:36 Uhr unter. In der Abbildung ist der Abend des 24. Februar zu sehen. An diesem Tag befindet sich die noch sehr schmale Mondsichel zwischen den beiden inneren Planeten Venus und Merkur. Die Konstellation kann helfen, Merkur am Westhorizont zu finden.
Venus als Abendstern
Venus ist mit -4,3 mag strahlender Abendstern und am Westhorizont ganz leicht zu entdecken. Sie befindet sich zunächst noch im Wassermann, wechselt aber am 3. Februar in das Sternbild Fische.
Dabei bewegt sie sich auf Jupiter zu, der sich noch ein Stück weiter oben am Himmel befindet. Im März werden sich beide begegnen.
Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 20:53 Uhr unter, zu Monatsende erst um 21:10 Uhr. Ein reizender Himmelsanblick ergibt sich am 25. Februar, wenn sich die noch schmale zunehmende Mondsichel dem Planeten nähert (siehe Abbildung).
Eine Planetenbegegnung wird es am 10. Februar geben. Da zieht die helle Venus am lichtschwachen Uranus vorbei. Uranus ist dabei nur mit einem Fernglas oder im Teleskop zu sehen (siehe Uranus).
Mars fast die ganze Nacht sichtbar

Der rote Planet Mars geht im Februar gegen 20:40 Uhr auf, Ende Februar dann schon gegen 18:00 Uhr. Er bewegt sich entgegen seiner bisherigen Bewegungsrichtung wieder vom Sternbild Jungfrau weg Richtung Regulus im Löwen. Wenn wir seine Bahn am Himmel nachzeichnen würden, könnten wir sehen, wie er in den nächsten Monaten eine Schleife vollführt und Mitte April wiederum die Bewegungsrichtung wechselt.
Anfang März wird die Erde den roten Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne innen überholen. Für uns Beobachter auf der Erde sieht die Marsbahn dabei wie eine Schleife aus. Mehr zur Oppositionsschleife gibt es auf der Seite 'Mars beobachten'.
Da die Entfernung zwischen Erde und Mars derzeit immer geringer wird, leuchtet Mars mit -1,2mag kräftig vom Himmel und ist somit auch von weniger geübten Personen leicht zu finden. Als Orientierungshilfe kann uns das bekannte Sternbild Großer Bär bzw. Großer Wagen dienen. Unterhalb seiner Beine oder 'Räder' befindet sich das Sternbild Löwe. Der helle rötliche Lichtpunkt unter dem Löwen ist der Planet Mars. Nach seinem Aufgang am früehen Abend wird er die ganze Nacht hindurch zu sehen sein.
Jupiter am Abendhimmel
Jupiter steht schon am Himmel, wenn es abends dunkel wird. Er befindet sich im Sternbild Widder. Nach wie vor ist er ein auffälliges Objekt am Sternenhimmel. Nur Venus leuchtet noch heller als er (abgesehen vom Mond). Venus finden wir nicht weit von Jupiter. Sie wird sich in den nächsten Wochen dem Riesenplaneten immer weiter annähern. Mitte März wird sie ihn eingeholt haben.

Die Abbildung zeigt die Position des Jupiter gegen 20 Uhr am Westhimmel. Er befindet sich inmitten der Herbststernbilder und wird eingerahmt von Pegasus und Andromeda, Perseus und Stier, Widder und Fische und direkt unter ihm finden wir den Kopf des Meeresungeheuers Cetus oder Ketos (auch Walfisch). Nicht weit von Jupiter entfernt finden wir zwei der schönsten Sternhaufen - die Plejaden und die Hyaden.
Jupiter geht zu Monatsbeginn gegen 0:40 Uhr unter, am Monatsende bereits kurz nach 23 Uhr. Bereits in kleinen Teleskopen und im Fernglas sind 4 seiner Monde zu sehen. Mit größerer Optik werden auch die Streifen in seiner Atmosphäre sichtbar. Eine Anleitung zur Beobachtung der Jupitermonde gibt es unter Mach mit - Jupitermonde.
Saturn am Morgenhimmel
Saturn erscheint gegen Mitternacht und hält sich im Sternbild Jungfrau auf. Gegen Monatsende geht er schon kurz nach 22 Uhr auf. Zusammen mit Mars hält er sich im Bereich des Frühlingsdreiecks auf bildet zusammen mit ihm und Arktur ein alternatives Dreieck, dessen Eckpunkte rötlich leuchten.
Mars ist von den dreien der hellste mit -1,2 mag, Arktur ist der zweithellste mit -0,05 mag. Saturn kommt auf 0,4 mag, was für ihn ziemlich hell ist, da der Abstand zwischen Saturn und Erde derzeit recht gering ist, da Saturn gerade von der Erde eingeholt wird.
Im Fernglas bzw. Teleskop können wir das Planetenscheibchen und auch seine Ringe erkennen. Am Planetenscheibchen ist gut zu sehen, dass Saturn nicht rund, sondern an den Polen abgeplattet ist. Ein interessantes Objekt für Fernglas und Teleskop ist auch der größte Saturnmond Titan. Beobachtet man ihn über mehrere Nächte hinweg, wird man ihn stets an einer anderen Position finden und so nachvollziehen können, dass er den Ringplaneten umkreist.
Uranus am Abendhimmel
Uranus befindet sich im Sternbild Fische und ist bereits am Himmel, wenn es dunkel wird. Er geht beizeiten unter, zu Monatsbeginn gegen 21:40 Uhr, am Monatsende um 20:50 Uhr.
Mit bloßem Auge ist Uranus nur bei sehr dunklem Himmel und unter optimalen Sichtbedingungen zu erkennen. Was es uns schwer macht ihn zu entdecken ist seine blassgrüne Färbung. Mit weißem Licht würde er stärker auffallen. Uranus hat ohnehin nur eine schwache Helligkeit von 5,9mag. Besser ist es, man nimmt ein Fernglas oder Teleskop zu Hilfe.
Am 10. Februar zieht der helle Planet Venus an Uranus vorüber, was im Fernglas gut zu beobachten ist. In der Abbildung sehen wir die Stationen von Venus an den Tagen vom 8. bis 11. Februar.
Sternenhimmel im Februar
Im Februar dominieren die Wintersternbilder den Himmel am Südhorizont. In keiner anderen Jahreszeit stehen gleichzeitig so viele helle Sterne am Himmel. Castor, Pollux, Capella, Beteigeuze, Rigel, Aldebaran, Sirius und Procyon gehören zu den bekannten Sternbildern Zwillinge, Fuhrmann, Orion, Stier, Großer und Kleiner Hund. Um das markante Sternen-X des Orion gruppieren sich all diese Sternbilder. Ihre Sterne bilden zusammen das Wintersechseck.

Im Laufe der Nacht erscheinen immer wieder neue Sternbilder am Osthorizont, während andere am Westhorizont verschwinden. Schon am Abend erscheinen einige Frühlingssternbilder wie Löwe, Jungfrau und Bärenhüter. Damit haben wir gegen Mitternacht alle Zutaten für das Frühlingsdreieck beisammen: Regulus, Spica und Arktur. Hier mischen auch zwei Planeten mit: Mars und Saturn.

Die zirkumpolaren Sternbilder sind natürlich in jedem Monat beobachtbar. Sie verändern nur ihre Lage am Himmel. Im Februar finden wir Cassiopeia am Abend hoch über unseren Köpfen im Nordosten. Der Große Wagen/Großer Bär befindet sich aufgerichtet auf seiner Deichsel über dem Nordwesthorizont, der Kleine Bär/Kleiner Wagen wie immer im Norden, denn sein Hauptstern Polaris oder Polarstern ist der einzige Stern des Himmels, der nahezu an der gleichen Stelle verweilt. Zwischen den Bären schlängelt sich der Drache. Sein Kopf weist auf das Frühlingssternbild Herkules, das aber erst gegen Mitternacht erscheint.
Tipps für den Februar: Wer ein Teleskop zur Verfügung hat, kann sich auch im Februar den Schönheiten des Himmels widmen. Nicht verpassen sollte man den Orionnebel M42. Das ist ein Sternentstehungsgebiet, aus dem uns bereits einige junge blaue Sterne (Alter: nur 100.000 Jahre!) entgegegenfunkeln. Die meisten ihrer Geschwister bleiben allerdings hinter einem Schleier aus Staub und Gas verborgen. Der Orionnebel ist ein beeindruckend großes Beobachtungsobjekt, mit vielen Strukturen, Farben und Sternen.

Im Orion gibt es noch mehr zu sehen, z.B. seinen Schulterstern Beteigeuze. Er strahlt so hell wie 55.000 unserer Sonnen. Aber seine Helligkeit schwankt, sie pulsiert. Dabei bläht sich Beteigeuze mal auf, dann wieder zieht er sich zusammen. Das sind Hinweise auf eine bevorstehende Supernovaexplosion.
Zu Füßen der Zwillinge findet sich eine hübsche Sternansammlung, der offene Sternhaufen M35. Ein weiterer offener Sternhaufen befindet sich im unscheinbaren Sternbild Krebs. Es ist M44, auch als Präsepe oder Krippe bekannt. M44 liegt ziemlich genau auf der Ekliptik, sodass dort ab und zu ein Planet hindurchzieht. Und damit sind wir auch schon bei Mars, einem empfehlenswerten Beobachtungsobjekt für Februar und März. Er bewegt sich derzeit entgegen der allgemeinen Richtung und zieht in den nächsten Wochen eine Schleife.
Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.


