Himmel im Januar
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- Kategorie: Monate
Highlights:
| Erde in Sonnennähe | Sternschnuppen | ||
| Sonne | Mond | Planeten | Sternenhimmel |
Die Sonne
| Tag | Aufgang | Mittagshöhe | Untergang | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | 8:20 Uhr | 17° | 16:28 Uhr | 8 Stunden |
| 31.01.2012 | 7:56 Uhr | 22,5° | 17:11 Uhr | 9 Stunden |
| Heute (23.02.2012) | 07:15 Uhr | 17:51 Uhr | 10 h 36 min | |
| Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa | ||||
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, Dämmerungszeiten und einiges mehr für den aktuellen Tag.
Im Januar steht die Sonne noch sehr tief am Mittagshimmel (die Gradangaben oben kannst du auch an einem Winkelmesser finden, es geht nicht um die Temperatur!). Sie erhellt den Tag nur für wenige Stunden (zu Beginn des Monats für 8, am Ende dann für 9 Stunden).
Im Laufe des Monats verlängert sich also die Sonnenscheindauer ganz langsam und unmerklich um eine Stunde. Der Vorteil für Sterngucker: die Nacht ist lang, und man kann ausgiebig den Sternenhimmel bewundern. Zumeist sorgt auch die kalte klare Januarluft dafür, dass gute Sichtbedingungen herrschen.
Am 5. Januar passiert die Erde den sonnennächsten Punkt auf ihrer Bahn um die Sonne. Unser Abstand zum Zentralgestirn beträgt an diesem Tag 147 Millionen Kilometer. Ein halbes Jahr später, am 5. Juli, wenn die Erde den größten Abstand zur Sonne hat, sind es mit 152 Millionen km etwa 5 Millionen km mehr zwischen Erde und Sonne als im Januar. Diese Veränderungen kann man mit dem Astrorechner sehr schön mitverfolgen, der sekündlich den aktuellen Abstand Erde - Sonne berechnet und anzeigt.
Warum ist es dann aber so kalt, obwohl wir uns doch näher bei der Sonne aufhalten als im Juli, wo es trotz Sonnenferne richtig heiß sein kann?
Das liegt an der Jahreszeit auf der Nordhalbkugel. Im Winter fallen die Sonnenstrahlen sehr schräg auf die nördlichen Gebiete der Erdkugel und haben weniger wärmende Kraft als im Sommer, wo sie viel steiler einfallen und nicht so viele Luftschichten durchqueren müssen, um zu uns zu gelangen. Außerdem ist die Sonennscheindauer im Winter erheblich kürzer als im Sommer. Die knapp 8 Stunden, in denen sich die Sonne in Europa über dem Horizont befindet, reichen nicht aus, um Luft und Boden ausreichend zu erwärmen. In den darauf folgenden 16 Stunden Dunkelheit kühlt es ganz schnell wieder aus, die Temperaturen liegen nachts oft unter Null Grad.
Zeitgleich zum Winter auf der Nordhalbkugel der Erde, wo wir Bewohner Europas uns befinden, ist es auf der Südhalbkugel gerade Sommer. So tief, wie die Sonne derzeit bei uns am Himmel steht, so hoch brennt sie beispielsweise vom australischen oder brasilianischen Himmel herunter, und es kann dort ganz schön warm werden. Darum stellt sich die Frage auf der Südhalbkugel gar nicht, weshalb es in Sonnenähe kälter ist als in Sonnenferne, denn da ist es im Januar schön warm um im Juli dafür kalt.
Der Mond
| Mondphase | Datum | im Sternbild | Aufgang | Untergang | |
|---|---|---|---|---|---|
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Erstes Viertel | 1.01.2012 | Fische | 11:33 Uhr | 0:31 Uhr |
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Vollmond | 9.01.2012 | Zwillinge | 17:12 Uhr | 8:04 Uhr |
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Letztes Viertel | 16.01.2012 | Jungfrau | 0:46 Uhr | 11:02 Uhr |
| Neumond | 23.01.2012 | Schütze | geht mit Sonne auf und unter | ||
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Erstes Viertel | 31.01.2012 | Widder | 10:49 Uhr | 1:29 Uhr |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2012' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||||
Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten
| Datum | Mondphase | nahe des Planeten | Abstand zum Planet |
|---|---|---|---|
| 3.01.2012 | zunehmender Mond | Jupiter | 5° nördlich |
| 14.01.2012 | abnehmender Mond | Mars | 9,1° südlich |
| 16.01.2012 | abnehmender Halbmond | Saturn | 6,4° südlich |
| 26.01.2012 | zunehmende Sichel | Venus | 6,8° nördlich |
| 30.01.2012 | Fast-Halbmond | Jupiter | 4,5° nördlich |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2012' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||
Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.
Die Planeten im Januar:
Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus
Merkur am Morgenhimmel
Der Planet Merkur ist im Januar nicht sichtbar. Er hält sich zu nahe bei der Sonne auf. Nur ganz zu Beginn des Monats kann der flinke Planet kurz am Südosthorizont aufgefunden werden. Er geht am 1. Januar um 6:48 Uhr auf und taucht gegen 7 Uhr aus dem Horizontdunst auf. Ab 7:30 Uhr verblasst er in der zunehmenden Dämmerung.
Venus als Abendstern
Venus begrüßt das Neue Jahr als strahlender Abendstern. In der Abenddämmerung ist sie der erste Leuchtpunkt, der am Himmel sichtbar wird. Ihre Helligkeit beträgt -4mag, das ist deutlich heller als das Licht der Sterne (der hellste Stern Sirius hat -1,46mag).
Zu Jahresbeginn geht Venus gegen 19:20 Uhr unter, zu Monatsende erst um 20:50 Uhr. Ein reizender Himmelsanblick ergibt sich am 26. Januar, wenn sich die noch sehr schmale zunehmende Mondsichel dem Planeten nähert.
Anfang Januar befindet sich Venus im Sternbild Steinbock. Sie wechselt am 11. Januar in das Sternbild Wassermann. Dabei gewinnt sie immer mehr Abstand vom Südwesthorizont. Ende des Monats steht sie unterhalb des markanten Herbstvierecks Pegasus. In den nächsten Wochen bewegt sich Venus Richtung Jupiter und wird ihn im März eingeholt haben.
Mars fast die ganze Nacht sichtbar

Der rote Planet Mars geht Anfang Januar gegen 22:30 Uhr auf, Ende Januar dann schon gegen 20:45 Uhr. Vom Sternbild Löwe wechselt Mars Mitte des Monats in das Sternbild Jungfrau. Dabei legt er längst nicht mehr so lange Strecken zurück wie noch in den letzten Monaten.
Anfang März wird die Erde den roten Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne innen überholen. Für uns Beobachter wird Mars dann eine Schleife am Himmel drehen. Jetzt im Januar wird er immer langsamer, bis er dann am 24./25. Januar zum Stillstand kommt. Da die Entfernung zwischen Erde und Mars derzeit immer geringer wird, leuchtet Mars mit -0,5mag kräftig vom Himmel und ist somit auch von weniger geübten Personen leicht zu finden.
Jupiter am Abendhimmel
Jupiter steht schon am Himmel, wenn es abends dunkel wird. Er befindet sich im Sternbild Fische und wechselt am 8. Januar in das Sternbild Widder. Nach wie vor ist er ein hervorragendes Beobachtungsobjekt. Bereits in kleinen Teleskopen und im Fernglas sind 4 seiner Monde zu sehen.
Mit größerer Optik werden auch die Streifen in seiner Atmosphäre sichtbar. Eine Anleitung zur Beobachtung der Jupitermonde gibt es unter Mach mit - Jupitermonde.
Die Abbildung zeigt die Position des Jupiter gegen Mitternacht am Osthimmel. Er befindet sich inmitten der Herbststernbilder und wird eingerahmt von Pegasus und Andromeda, Perseus und Stier, Widder und Fische und direkt unter ihm finden wir den Kopf des Meeresungeheuers Cetus oder Ketos (auch Walfisch).
Jupiter geht zu Monatsbeginn gegen 2:30 Uhr unter, am Monatsende bereits um 0:43 Uhr.
Saturn am Morgenhimmel
Saturn erscheint erst nach Mitternacht und hält sich im Sternbild Jungfrau auf. Wer ihn beobachten möchte, muss also entweder lange aufbleiben oder sehr früh aufstehen. Aber keine Sorge, bald haben wir es bequemer: im April wird er die ganze Nacht hindurch am Himmel zu finden sein.
Im Fernglas bzw. Teleskop können wir das Planetenscheibchen und auch seine Ringe erkennen.
Am Planetenscheibchen ist gut zu sehen, dass Saturn nicht rund, sondern an den Polen abgeplattet ist. Ein interessantes Objekt für Fernglas und Teleskop ist auch der größte Saturnmond Titan. Beobachtet man ihn über mehrere Nächte hinweg, wird man ihn stets an einer anderen Position finden und so nachvollziehen können, dass er den Ringplaneten umkreist.
Uranus am Abendhimmel
Uranus befindet sich im Sternbild Fische und ist bereits am Himmel, wenn es dunkel wird. Er geht beizeiten unter, zu Monatsbeginn gegen 23:40 Uhr, am Monatsende um 21:50 Uhr.
Mit bloßem Auge ist Uranus nur bei sehr dunklem Himmel und unter optimalen Sichtbedingungen zu erkennen. Was es uns schwer macht ihn zu entdecken ist seine blassgrüne Färbung. Mit weißem Licht würde er stärker auffallen. Uranus hat ohnehin nur eine schwache Helligkeit von 5,9mag.
Besser ist es, man nimmt ein Fernglas oder Teleskop zu Hilfe.
Sternenhimmel im Januar
Im Januar dominieren die Wintersternbilder den Himmel. In keiner anderen Jahreszeit stehen gleichzeitig so viele helle Sterne am Himmel. Castor, Pollux, Capella, Beteigeuze, Rigel, Aldebaran, Sirius und Procyon gehören zu den bekannten Sternbildern Zwillinge, Fuhrmann, Orion, Stier, Großer und und Kleiner Hund. Um das markante Sternen-X des Orion gruppieren sich all diese Sternbilder. Ihre Sterne bilden zusammen das Wintersechseck.

Unter dem Fuhrmann mit dem hellen Hauptstern Capella erscheint das bekannteste Wintersternbild schlechthin - Orion mit seinem markanten Sternen-H, dem hellen rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem bläulich-weißen Kniestern Rigel. Je weiter der Abend fortschreitet, desto mehr Wintersternbilder werden nun sichtbar.
Unter Orion springt der Hase als Sternbild herum. Der Himmelsjäger ist nämlich gerade auf der Jagd mit seinen beiden Hunden, den Sternbildern Großer Hund und Kleiner Hund. Die Sterne des Großen Hundes bilden tatsächlich die Umrisse eines Hundes ab, mit dem hellsten Stern des Himmels - Sirius - als funkelnder Diamant an seinem Halsband. Der Kleine Hund besteht aus nur zwei gut sichtbaren Sternen. Der hellere davon heißt Procyon, das heißt übersetzt 'vor dem Hund' und bedeutet, dass er noch vor dem Großen Hund aufgeht.
Über den Hunden finden wir noch das Sternbild Zwillinge mit den hellen Sternen Castor und Pollux. An jedem der beiden hängt noch jeweils eine Sternenkette mit schwachen Sternen, die Richtung Orion zeigen. Die hellsten Sterne all dieser hier beschriebenen Sternbilder bilden das Wintersechseck. Es besteht aus den Sternen Capella (Fuhrmann), Aldebaran (Stier), Rigel (Orion), Sirius (Großer Hund), Procyon (Kleiner Hund) und Pollux (Zwillinge). Mittendurch zieht außerdem die Milchstraße. Sie ist nicht so auffällig wie im Sommer, weil wir im Winter aus unserer Galaxie hinausschauen. Da sind die Sterne weniger dicht. Im Sommer geht der Blick ja in Richtung Zentrum der Milchstraße, wo die Sterne dicht an dicht stehen.

Ein Blick um 22 Uhr an den Osthimmel zeigt uns, dass die Frühlingssternbilder schon in den Startlöchern stehen und von hier aus den Himmel erobern werden. Im Laufe der Nacht nehmen Löwe, Jungfrau usw. immer mehr Raum ein, während die typischen Wintersternbilder nach Westen ihrem Untergang entgegengehen. Wer sie beobachten möchte, sollte also die Abendstunden nutzen.
Die hellen Sterne des Winters sind gar nicht sehr weit von uns entfernt. Aldebaran vom Stier ist 65 Lichtjahre entfernt, die Hyaden 130 - 150 Lichtjahre. Bis zum funkelnden Sirius sind es gar nur 8,6 Lichtjahre, bis Procyon 11 und bis Capella 42 Lichtjahre. Auch wenn ein Lichtjahr eine Entfernung von 9,46 Billionen Kilometern bedeutet, befinden sich diese Sterne doch alle in unserer kosmischen Nachbarschaft.

Tipp für den Januar: Wer ein Fernglas oder Teleskop zur Verfügung hat, kann sich im Januar etliche imposante Himmelsobjekte anschauen. Mit bloßem Auge deutlich sichtbar, zeigen sich die Sternhaufen Plejaden und Hyaden im Fernglas mit weiteren, schwächeren Sternen. Der Anblick gleicht einer geöffneten Schmuckschatulle, die Sterne funkeln farbenfroh in großer Pracht. Am prächtigsten aber funkelt Sirius, der hellste Stern in unseren Breiten (Mitteleuropa). Er ist nur 9 Lichtjahre von der Erde entfernt und strahlt mit einer Helligkeit von - 1,46 mag. Der Stern Beteigeuze im Orion macht dagegen mit seiner rötlichen Farbe auf sich aufmerksam. Es ist ein Riesenstern, der bereits am Ende seines Daseins angekommen ist. Beteigeuze gilt auch als möglicher Kandidat für eine Supernova.
Etwas weiter nördlich befindet sich neben dem linken Horn des Stieres der Krebsnebel M 1. Er stammt von einer Supernova, die im Jahr 1054 beobachtet wurde. Seither breitet sich der Nebel immer weiter aus. M 1 ist ca. 6300 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Mit bloßem Auge andeutungsweise sichtbar offenbart uns der Orionnebel M 42 erst im Teleskop seine wahre Ausdehnung und Strukturen. Der nördliche Teil gehört zu M 43. Es handelt sich hier um eine große Gas- und Staubwolke, in der neue Sterne geboren werden. Einige sind bereits zu sehen und mit geschätzten 30000 Jahren noch sehr sehr jung. Diese jungen Sterne ionisieren den Wasserstoff, der sie umgibt, weshalb der Nebel so schön leuchtet. Vermutlich wird sich die Helligkeit von M 42 in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten steigern. Das schließt man aus Beobachtungsberichten aus dem 17.-19. Jahrhundert, in denen der Orionnebel noch als relativ unscheinbares Wölkchen beschrieben wird.
Im Sternbild Großer Hund finden wir unterhalb des Sirius noch M 41. Das ist ein offener Sternhaufen, der mit einem Fernglas leicht zu entdecken ist. Ein weiterer offener Sternhaufen findet sich im Sternbild Krebs. Das ist M 44, andere Namen dafür sind Praesepe oder Krippe. Während die Sterne des Krebses recht unscheinbar sind, präsentiert sich M 44 im Fernglas als funkelndes Sternhäuflein.
Highlights
Sternschnuppen
Gleich zu Beginn des Monats lohnt es sich, den Blick gen Himmel zu richten und auf Sternschnuppen zu hoffen. Vom 1. bis 6. Januar kommen die Quadrantiden, die aus dem Sternbild Bootes (Bärenhüter) herauszufliegen scheinen.
In der Nacht vom 3. zum 4. Januar können bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde auftauchen!

Weitere Chancen auf eine Sternschnuppensichtung hat man um den 17. Januar herum, wenn die Delta-Cancriden kommen.
Ca. 4 Sternschnuppen pro Stunde kommen dann aus Richtung Sternbild Krebs. Nicht viele, aber immerhin, aufmerksame Beobachter werden sich dennoch darüber freuen.
Vom 20. zum 21. Januar entströmen dem Kleinen Bären (auch Kleiner Wagen) ca. 10 Sternschnuppen pro Stunde. Sie gehören zum Strom der Gamma-Ursiden.
Mehr zum Thema gibt es auf den Seiten Kometen und Sternschnuppen.
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