Himmel im März
- Details
- Kategorie: Monate
Highlights:
| Frühlingsbeginn | Venus+Jupiter | Marsopposition | ||
| Sonne | Mond | Planeten | Sternenhimmel | |
Die Sonne
| Tag | Aufgang | Mittagshöhe | Untergang | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|
| 01.03.2012 | 7:04 Uhr | 33° | 18:03 Uhr | 11 Stunden |
| 31.03.2012 | 5:58 Uhr (MESZ!) | 44° | 18:50 Uhr (MESZ!) | 13 Stunden |
| Heute (23.02.2012) | 07:15 Uhr | 17:51 Uhr | 10 h 36 min | |
| Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa | ||||
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, Dämmerungszeiten und einiges mehr für den aktuellen Tag.
Der März hat eine ganz besondere Bedeutung im Jahresverlauf. In diesem Monat beginnt nämlich der Frühling. In diesem Jahr ist der 20. März der Tag des Frühlingsbeginns. Den Tag nennt man auch Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, weil die Tageslänge und die Nachtlänge gleich sind (jeweils 12 Stunden). Von nun an werden die Tage länger sein als die Nächte.
Im Laufe des Monats verlängert sich die Sonnenscheindauer deutlich. Die Sonne wechselt am 12. März vom Sternbild Wassermann in das Sternbild Fische. Am 20. März überschreitet sie den Himmelsäquator (eine gedachte Projizierung des Erdäquators an den Himmel) und beginnt somit den Teil des Jahres, in dem sie hoch am Himmel steht und auf der Nordhalbkugel der Erde mehr Zeit über dem Horizont verbringt als darunter.
! In diesem Monat werden die Uhren umgestellt ! Am Sonntag, den 25. März drehen wir um zwei Uhr morgens die Uhren vor auf drei Uhr und überspringen so eine Stunde. Ende Oktober bekommen wir diese Stunde wieder zurück. Die Sommerzeit hat nun begonnen.
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Natürlich reicht es, die Uhren daheim umzustellen, wenn man morgens aufsteht (oder auch wenn man Samstagabend schlafengeht). Das entscheidende ist, dass die Zeitumstellung nicht vergessen wird - bei sämtlichen Uhren .. Warum werden die Uhren überhaupt umgestellt? Das steht auf der Seite Zeitumstellung. |
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Der Mond
| Mondphase | Datum | im Sternbild | Aufgang | Untergang | |
|---|---|---|---|---|---|
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Erstes Viertel | 1.03.2012 | Stier | 10:42 Uhr | 2:14 Uhr |
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Vollmond | 8.03.2012 | Sextant | 18:50 Uhr | 6:18 Uhr |
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Letztes Viertel | 15.03.2012 | Schlangenträger | 2:21 Uhr | 17:34 Uhr |
| Neumond | 22.03.2012 | Fische | geht mit Sonne auf und unter | ||
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Erstes Viertel | 30.03.2012 | Orion | 10:22 Uhr (MESZ!) | 2:22 Uhr (MESZ!) |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2012' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||||
Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten
| Datum | Mondphase | nahe des Planeten | Abstand zum Planet |
|---|---|---|---|
| 08.03.2012 | Vollmond | Mars | 9,8° südlich |
| 11.03.2012 | abnehmender Mond | Saturn | 6,2° südlich |
| 26.03.2012 | zunehmende Sichel | Jupiter | 3,1° nördlich |
| 26.03.2012 | zunehmende Sichel | Venus | 1,8° südlich |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2012' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||
Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.
Die Planeten im März:
Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn
Merkur am Abendhimmel
Den Planeten Merkur finden wir im ersten Monatsdrittel in der Abenddämmerung tief am Westhorizont. Er kann ab ca. 18:40 Uhr gesehen werden und geht dann eine Stunde später unter. Am 1. März geht er gegen 19:41 Uhr unter, am 11. März gegen 19:51 Uhr. Danach kann er nicht mehr beobachtet werden, da er sich der Sonne nähert und von ihrem Glanz einfach verschluckt wird.
Die Merkurhelligkeit beträgt zu Beginn des Monats - 0,8mag. Damit ist nur ein einziger Stern heller als der kleine Planet, nämlich Sirius. Von Tag zu Tag wird Merkur allerdings schwächer, seine Helligkeit geht zurück. Nicht weit oberhalb von Merkur finden wir die Planeten Venus und Jupiter. Beide sind deutlich heller als Merkur.
Verbinden wir gedanklich die drei Planeten am Abendhimmel mit einer dicken Linie, sehen wir die Ekliptik vor uns. Entlang dieses Bereiches bewegen sich alle Planeten, der Mond und die Sonne über den Himmel.
Venus als Abendstern
Venus ist mit -4,5 mag strahlender Abendstern und am Westhorizont ganz leicht zu entdecken. Sie befindet sich zunächst noch im Sternbild Fische, wechselt aber am 4. März in das Sternbild Widder.
Im Laufe des Monats bewegt sich Venus auf den Sternhaufen Plejaden zu, den sie dann am 3. April erreichen wird.
Venus nähert sich zu Beginn des Monats Jupiter, der sich noch ein Stück weiter oben am Himmel befindet. Vom 10. bis 14. März zieht sie dann an ihm vorüber. In dieser Zeit bilden die beiden Planeten ein eindrucksvolles Doppelgestirn am Himmel.
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Venus leuchtet deutlich heller als Jupiter, obwohl dieser auch schon viel heller strahlt als Sirius, der hellste aller Sterne. Sein Sternbild Großer Hund findet sich an den Märzabenden im Süden, also gar nicht weit vom Planetenduo Venus+Jupiter entfernt, sodass man die Helligkeiten der Gestirne ganz gut miteinander vergleichen kann.
Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 22:12 Uhr unter, zu Monatsende sogar erst nach Mitternacht (wegen der Sommerzeit). Der Monat März bietet also allerbeste Bedingungen für die Beobachtung der Venus, ob mit oder ohne Hilfsmittel. Es steht der gesamte Abend zur Beobachtung zur Verfügung. Ein reizender Himmelsanblick ergibt sich am 26. März, wenn sich die noch schmale zunehmende Mondsichel dem Planeten nähert (siehe Abbildung).
Mars die ganze Nacht sichtbar
Der rote Planet Mars geht im März mit dem Sonnenuntergang auf und ebenso mit dem Sonnenaufgang unter. Er ist also die gesamte Nacht hindurch am Himmel zu finden.
Mars hält sich im März im Sternbild Löwe auf und vollzieht dessen Bewegung über das Firmament mit. Allerdings ist er derzeit entgegen der allgemeinen Bewegungsrichtung der Körper des Sonnensystems (Planeten, Sonne, Mond) unterwegs. Mars bewegt sich rechtläufig oder rückläufig auf den Stern Regulus zu, bei dem er im Dezember 2011 schon einmal war.
Wenn wir seine Bahn am Himmel nachzeichnen würden, könnten wir sehen, wie er eine Schleife vollführt und dann Mitte April wiederum die Bewegungsrichtung wechselt.
Anfang März wird die Erde den roten Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne innen überholen. Für uns Beobachter auf der Erde sieht die Marsbahn dabei wie eine Schleife aus. Mehr zur Oppositionsschleife gibt es auf der Seite 'Mars beobachten'.
Die Entfernung zwischen Erde und Mars erreicht im März ihr diesmaliges Minimum. Die beiden Planeten trennen am 5. März noch 100,9 Mio Kilometer, danach entfernen sie sich wieder voneinander. Diese günstige Distanz wurde genutzt, um die Marsmission Mars Science Laboratory auf den Weg zu schicken. Im August 2012 soll die Sonde beim Roten Planeten eintreffen und dann den größten Marsrover aller Zeiten in einem Marskrater absetzen. Mehr zu dieser Mission gibt es auf der Seite 'Mars Aktuelle Mission'.
Aufgrund der geringen Distanz leuchtet Mars mit -1,2mag kräftig vom Himmel und ist somit auch von weniger geübten Personen leicht zu finden. Als Orientierungshilfe kann uns das bekannte Sternbild Großer Bär bzw. Großer Wagen dienen. Unterhalb seiner Beine oder 'Räder' befindet sich das Sternbild Löwe. Der helle rötliche Lichtpunkt unter dem Löwen ist der Planet Mars. Nach seinem Aufgang am frühen Abend wird er die ganze Nacht hindurch zu sehen sein.
Jupiter am Abendhimmel
Jupiter finden wir über dem westlichen Horizont, wenn es abends dunkel wird. Er befindet sich im Sternbild Widder. Nach wie vor ist er ein auffälliges Objekt am Sternenhimmel.
Nur Venus leuchtet noch heller als er (abgesehen vom Mond). Venus finden wir nicht weit von Jupiter. Sie wird den Riesenplaneten Mitte März überholen (siehe auch die Animation unter Venus).
Die Abbildung zeigt die Position des Jupiter gegen 20 Uhr am Westhimmel. Er befindet sich inmitten der Herbststernbilder und wird eingerahmt von Pegasus und Andromeda, Perseus und Stier, Widder und Fische und direkt unter ihm finden wir den Kopf des Meeresungeheuers Cetus oder Ketos (auch Walfisch). Nicht weit von Jupiter entfernt finden wir zwei der schönsten Sternhaufen - die Plejaden und die Hyaden.
Jupiter geht zu Monatsbeginn gegen 23 Uhr unter, am Monatsende bereits gegen 21:45 Uhr. Bereits in kleinen Teleskopen und im Fernglas sind 4 seiner Monde zu sehen. Mit größerer Optik werden auch die Streifen in seiner Atmosphäre sichtbar. Eine Anleitung zur Beobachtung der Jupitermonde gibt es unter Mach mit - Jupitermonde. Allerdings sind die Beobachtungsbedingungen wegen der Horizontnähe nicht mehr die besten.
Saturn am Morgenhimmel
Saturn erscheint gegen 22 Uhr am südöstlichen Horizont und hält sich im Sternbild Jungfrau auf. Gegen Monatsende geht er schon kurz nach 21 Uhr auf. Zusammen mit Mars hält er sich im Bereich des Frühlingsdreiecks auf. Damit gibt es in dieser Himmelsregion derzeit mit Arktur zusammen drei rötlich leuchtende Objekte.
Mars ist von den dreien der hellste mit -1,2 mag, Arktur ist der zweithellste mit -0,05 mag. Saturn kommt auf 0,3 mag. Das ist für ihn ziemlich hell, da der Abstand zwischen Saturn und Erde derzeit recht gering ist, denn Saturn wird gerade von der Erde eingeholt. Mitte April wird er in Opposition zur Sonne kommen.
Im Fernglas bzw. Teleskop können wir das Planetenscheibchen und auch seine Ringe erkennen. Am Planetenscheibchen ist gut zu sehen, dass Saturn nicht rund, sondern an den Polen abgeplattet ist. Ein interessantes Objekt für Fernglas und Teleskop ist auch der größte Saturnmond Titan. Beobachtet man ihn über mehrere Nächte hinweg, wird man ihn stets an einer anderen Position finden und so nachvollziehen können, dass er den Ringplaneten umkreist.
Sternenhimmel im März
Der Himmelsjäger Orion, der uns durch den ganzen Winter begleitet hat, nähert sich dem Westhorizont und macht im Osten Platz für die typischen Frühlingssternbilder Löwe und Jungfrau. Im Laufe der Nacht werden weitere Frühlingssternbilder sichtbar, wie z.B. Bootes, Nördliche Krone und Herkules.

Im Laufe der Nacht erscheinen immer wieder neue Sternbilder am Osthorizont, während andere am Westhorizont verschwinden. Schon am Abend erscheinen einige Frühlingssternbilder wie Löwe, Jungfrau und Bärenhüter. Damit haben wir gegen Mitternacht alle Zutaten für das Frühlingsdreieck beisammen: Regulus, Spica und Arktur.

Die zirkumpolaren Sternbilder sind natürlich in jedem Monat beobachtbar. Sie verändern nur ihre Lage am Himmel. Im März wandert der Große Wagen/Großer Bär immer höher und steht dann um Mitternacht hoch über unseren Köpfen. Cassiopeia dagegen, die ihm am Himmel gegenübersteht, sinkt immer weiter ab und findet sich knapp über dem Horizont wieder.
Tipp für den Frühling: Im Sternbild Krebs gibt es einen schönen Sternhaufen, Praesepe oder Krippe genannt, mit der Nummer M44. Praesepe ist jetzt am besten zu beobachten. Zwar ist der Krebs ein unauffälliges Sternbild ohne helle Sterne und darum schwierig am Himmel zu finden. Dafür aber steht er zwischen zwei sehr auffälligen anderen Sternbildern, nämlich zwischen den Zwillingen (rechts) und dem Löwen (links).
Somit lässt sich Praesepe mit einem Fernglas leicht am Himmel entdecken. Im Krebs befindet sich außerdem der Kugelsternhaufen M67. Während man M44 bei dunklem Himmel schon mit bloßem Auge am Himmel schimmern sehen kann, wird für M67 unbedingt ein Teleskop benötigt.

Im Orion gibt es noch mehr zu sehen, z.B. seinen Schulterstern Beteigeuze. Er strahlt so hell wie 55.000 unserer Sonnen. Aber seine Helligkeit schwankt, sie pulsiert. Dabei bläht sich Beteigeuze mal auf, dann wieder zieht er sich zusammen. Das sind Hinweise auf eine bevorstehende Supernovaexplosion.
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