Willkommen in der Astrokramkiste
Highlights:
| Uhr umstellen! | Beste Beobachtungsbedingungen für Jupiter | ||
| Sonne | Mond | Planeten | Sternenhimmel |
Die Sonne
| Tag | Aufgang | Mittagshöhe | Untergang | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|
| 1.10.2011 | 7:20 Uhr | 37° | 18:58 Uhr | 11,5 Stunden |
| 31.10.2011 | 7:08 Uhr | 26° | 16:58 Uhr | 10 Stunden |
| Heute (19.05.2012) | 05:27 Uhr | 21:05 Uhr | 15 h 38 min | |
| Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa | ||||
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, Dämmerungszeiten und einiges mehr für den aktuellen Tag.
Im Oktober werden die Tage deutlich kürzer, es wird morgens immer später hell und abends immer eher dunkel. Die Sonne steigt mittags nicht sonderlich hoch und verliert im Oktober noch einmal ca. 11 Grad an Höhe. Ihr Weg über den Himmel wird immer kürzer.
Der Sonnenaufgang verlagert sich von Osten weg immer weiter Richtung Südosten. Die Stelle, an der die Sonne untergeht, wandert im Oktober von Westen immer weiter nach Südwesten. Für Sterngucker sind das aber gute Nachrichten, denn gleichzeitig werden die Nächte länger und bieten reichlich Gelegenheit, den Sternenhimmel zu genießen und zu beobachten.
! In diesem Monat werden die Uhren umgestellt ! Am Sonntag, den 30. Oktober drehen wir um drei Uhr morgens die Uhren zurück auf zwei Uhr und bekommen so die Stunde zurück, die wir Ende März übersprungen haben. Die Sommerzeit ist nun zu Ende.
![]() vorher |
Natürlich reicht es, die Uhren daheim umzustellen, wenn man morgens aufsteht (oder auch wenn man Samstagabend schlafengeht). Das entscheidende ist, dass die Zeitumstellung nicht vergessen wird - bei sämtlichen Uhren .. Warum werden die Uhren überhaupt umgestellt? Das steht auf der Seite Zeitumstellung. |
![]() nachher |
Der Mond
| Mondphase | Datum | im Sternbild | Aufgang | Untergang | |
|---|---|---|---|---|---|
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Erstes Viertel | 4.10.2011 | Schütze | 15:21 Uhr | 0:18 Uhr |
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Vollmond | 12.10.2011 | Fische | 18:19 Uhr | 8:04 Uhr |
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Letztes Viertel | 20.10.2011 | Zwillinge | 0:46 Uhr | 14:57 Uhr |
| Neumond | 26.10.2011 | Jungfrau | geht mit Sonne auf und unter | ||
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||||
Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten
| Datum | Mondphase | nahe des Planeten | Abstand zum Planet |
|---|---|---|---|
| 8.10.2011 | zunehmender Mond | Neptun | 5,8° nördlich |
| 10.10.2011 | Fast-Vollmond | Uranus | 5,8° nördlich |
| 13.10.2011 | Fast-Vollmond | Jupiter | 4,8° nördlich |
| 22.10.2011 | abnehmender Mond | Mars | 6,5° südlich |
| 28.10.2011 | schmale zunehmende Sichel | Venus | 1,8° südlich |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||
Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.
Die Planeten im Oktober:
Venus, Mars, Jupiter, Uranus und Neptun
Merkur am Morgenhimmel
Der Planet Merkur ist im Oktober nicht sichtbar. Er hält sich zu nahe bei der Sonne auf. Am Monatsende befindet sich Merkur nahe bei Venus, steht aber zu tief am Horizont, um gesehen zu werden.
Venus gegen Monatsende am Abendhimmel
Venus wird in den nächsten Monaten als strahlender Abendstern zu sehen sein. Im Oktober ist ihr Abstand zur Sonne noch zu gering, um sich gegen deren Strahlkraft durchsetzen zu können. Ende Oktober können wir sie dann endlich in der Abenddämmerung tief am Südwesthorizont entdecken. Allerdings geht sie kurz darauf schon unter.
Die Beobachtungsbedingungen werden sich im November deutlich verbessern.
Mars am Morgenhimmel
Der rote Planet Mars geht Anfang Oktober gegen 1:40 Uhr auf, Ende Oktober dann schon kurz nach Mitternacht. Gleich zu Monatsbeginn bietet sich ein hübscher Himmelsanblick, wenn sich Mars nahe der Krippe aufhält, einem offenen Sternhaufen im Sternbild Krebs. Dieser Sternhaufen hat die Nummer M44 und wird auch Praesepe genannt.
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Im Laufe des Monats bewegt sich Mars von M44 weg und nähert sich dem Hauptstern Regulus im Sternbild Löwe. Der Planet ist durch seine rötliche Färbung und seine Ortsveränderung von Nacht zu Nacht gut von den umgebenden Sternen zu unterscheiden. Seine Helligkeit im Oktober beträgt 1,1 mag. Damit ist er ein klein wenig heller als Regulus mit 1,36 mag.
Jupiter die ganze Nacht hindurch sichtbar
Jupiter steht schon am Himmel, wenn es abends dunkel wird. Er befindet sich im Sternbild Widder. Nach wie vor ist er ein hervorragendes Beobachtungsobjekt. Bereits in kleinen Teleskopen und im Fernglas sind 4 seiner Monde zu sehen.
Mit größerer Optik werden auch die Streifen in seiner Atmosphäre sichtbar. Eine Anleitung zur Beobachtung der Jupitermonde gibt es unter Mach mit - Jupitermonde.
Die Abbildung zeigt die Position des Jupiter gegen Mitternacht am Osthimmel. Er befindet sich inmitten der Herbststernbilder und wird eingerahmt von Pegasus und Andromeda, Perseus und Stier, Widder und Fische und direkt unter ihm finden wir den Kopf des Meeresungeheuers Cetus oder Ketos (auch Walfisch).
Jupiter nimmt am 29. Oktober seine Oppositionsstellung ein. Er bildet dann mit Sonne und Erde eine gedachte Linie. Das ist der Moment, in dem er von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenübersteht. Das bedeutet er geht auf, wenn die Sonne untergeht und er geht unter, wenn die Sonne aufgeht. Außerdem hat er nun einen minimalen Abstand zur Erde (594 Mio km) und ist besonders hell ( - 2,9 mag), deutlich heller als die Sterne.
Saturn bleibt unbeobachtbar
Saturn hält sich am Taghimmel auf und ist somit nicht zu sehen. Am 13. Oktober kommt er in Konjunktion zur Sonne, das heißt er zieht von der Erde aus gesehen an ihr vorüber. Sonne, Erde und Saturn bilden an diesem Tag eine Linie. Nach seinem Wechsel auf die andere Seite der Sonne entfernt sich Saturn jeden Tag ein kleines Stück von ihr, sodass man ihn dann ab November am östlichen Morgenhimmel entdecken kann.
Uranus die ganze Nacht hindurch beobachtbar
Uranus befindet sich im Sternbild Fische und ist fast die ganze Nacht über am Himmel. Am Abend finden wir ihn am Osthorizont. Im Laufe der Nacht wandert er mit den ihn umgebenden Sternen weiter und weiter und gelangt bis zum Morgen zum Westhorizont, wo er zu Sonnenaufgang untergeht.
Mit bloßem Auge ist Uranus nur bei sehr dunklem Himmel und unter optimalen Sichtbedingungen zu erkennen. Was es uns schwer macht ihn zu entdecken ist seine blassgrüne Färbung. Mit weißem Licht würde er stärker auffallen. Besser ist es, man nimmt ein Fernglas zu Hilfe. Der Oktober bietet optimale Bedingungen, um Uranus zu beobachten. Zu Monatsbeginn geht Uranus gegen 7 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 4 Uhr.
Neptun am Abendhimmel
Neptun befindet sich im Sternbild Wassermann. Neptun ist am Abendhimmel zu finden und geht zu Monatsanfang gegen 2:45 Uhr unter, zu Monatsende gegen 0:45 Uhr. Dieser Planet ist nur mit Hilfsmitteln zu beobachten, denn seine Helligkeit beträgt lediglich 7,9 mag.
Für gewöhnlich kann man Himmelsobjekte bis zu einer Helligkeit von 6 mag gerade so mit bloßem Auge sehen, aber nur bei richtig dunklem Himmel. Neptun ist unter keinen Umständen einfach so zu sehen.
Wer mit einem Teleskop auf die Suche gehen möchte, sollte sich vorher genau über seinen momentanen Standpunkt informieren, sonst verwechselt man ihn leicht mit schwachen Sternen aus der nahen Umgebung.
Sternenhimmel im Oktober
Im Oktober haben wir eine große Auswahl an Sternbildern, weil die Nächte immer länger werden. Am Abend können wir noch rasch einen Blick auf das Sommersternbild Schwan werfen. Es steht hoch über unseren Köpfen und neigt sich dem Westhorizont entgegen. Jupiter und Uranus befinden sich derzeit mitten unter den Herbststernbildern, unterhalb des Pegasus, in den Fischen und dem Wassermann.

Das Sternenviereck des Pegasus dominiert den Himmel und wird darum auch Herbstviereck genannt. Es hilft uns dabei, weitere Sternbilder am Himmel zu erkennen. Unterhalb des Herbstvierecks finden wir einen schwachen Sternkreis, das ist einer der Fische des Sternbildes Fische. Der andere Fisch findet sich am linken Rand von Pegasus.
An der linken oberen Ecke des Pegasus schließt sich das Sternbild Andromeda an. Dort finden wir auch unsere Nachbargalaxie, die Andromedagalaxie. Jetzt im Herbst steht sie besonders hoch und ist deshalb gut zu beobachten. Bei richtig dunklem Himmel, also ohne störendes Licht vom Mond oder von der Straßenbeleuchtung, können wir die Galaxie sogar mit bloßen Augen erkennen, als verschwommenes helles Fleckchen am Himmel. Damit ist sie das am weitesten entfernte Objekt (mehr als 3 Millionen Lichtjahre), das wir ohne Hilfsmittel sehen können.

Über der Sternenlinie der Andromeda finden wir das zirkumpolare Sternbild Cassiopeia, besser bekannt als Himmels-W. Andromedas Sternenlinie zeigt auf ein weiteres Herbststernbild - Perseus. Interessant an diesem Sternbild ist sein zweithellster Stern - Algol, das Teufelsauge (siehe Abbildung oben).
Eigentlich sind es zwei Sterne, die wir hier sehen. Sie umkreisen einander. Dabei verdeckt der eine Stern den anderen manchmal, und so kommt es zu den Helligkeitsschwankungen, die wir hier auf der Erde wahrnehmen können. Noch weiter nördlich blinkert ganz eifrig Capella, der hellste Stern des Fuhrmann. Das Sternbild selbst geht gerade auf, Capella ist schon da.
Unterhalb von Perseus erscheinen schon bald die Plejaden, die Vorboten des nahen Winters. Bis Mitternacht ist auch der Stier am Himmel vertreten, gefolgt vom Wintersternbild schlechthin - dem Orion. Gegen Ende des Monats hat sich der spätabendliche Himmelsanblick schon deutlich Richtung Winter verschoben, wie auf der unteren Abbildung zu erkennen ist. Orion gerät immer mehr in den Blickpunkt, und auch die Zwillinge sind schon da.

Tipp für den Oktober: Ganz tief im Süden können wir jetzt im Oktober knapp über dem Horizont einen hellen Stern hektisch blinken sehen. Es ist Fomalhaut aus einem Sternbild des südlichen Sternenhimmels, dem Südlichen Fisch. Sein Hauptstern Fomalhaut zeigt sich im Herbst auch in Europa. Dass er so blinkt und in vielen verschiedenen Farben funkelt liegt daran, dass er so weit unten steht. Bevor sein Licht zu unseren Augen gelangen kann, muss es erst horizontnahe dicke Luftschichten durchqueren. Dabei wird das Licht viele Male gebrochen und gestreut und in alle Farben des Regenbogens zerlegt.

Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.








