Willkommen in der Astrokramkiste

Highlights:

 

Sternschnuppen Beste Beobachtungsbedingungen für Jupiter
Sonne Mond Planeten Sternenhimmel

 

Die Sonne

Tag Aufgang Mittagshöhe Untergang Tageslänge
1.11.2011 7:09 Uhr 26° 16:57 Uhr 10 Stunden
30.11.2011 7:54 Uhr 18° 16:22 Uhr 8,5 Stunden
Heute (19.05.2012) 05:27 Uhr21:05 Uhr15 h 38 min
Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa

Sonnenscheindauer Die Sonne hat ihre wärmende Kraft längst verloren. Das hat zwei Gründe: zum einen treffen uns die Sonnenstrahlen nur noch sehr schräg, denn die Sonne steigt tagsüber nicht sehr weit über den Horizont. Ihre Strahlen müssen durch viele Luftschichten hindurch und werden so abgeschwächt.

Zum anderen hat die Sonnenscheindauer stark abgenommen. Im November befindet sich die Sonne weniger als 9 Stunden über dem Horizont, mehr als 15 Stunden dauert dagegen die Nacht inklusive Dämmerung.

Des einen Freud - des anderen Leid.. Was die Sonnenhungrigen deprimiert, erfreut das Astronomenherz: Die lange Nacht ermöglicht es, in aller Ruhe den Sternenhimmel zu bewundern! Sofern es das Wetter zulässt.


Der Mond

Mondphase Datum im Sternbild Aufgang Untergang
Halbmond Erstes Viertel 2.11.2011 Steinbock 13:21 Uhr 23:26 Uhr
Vollmond 10.11.2011 Widder 16:16 Uhr 7:04 Uhr
Halbmond abnehmend Letztes Viertel 18.11.2011 Krebs 0:01 Uhr 12:50 Uhr
  Neumond 25.11.2011 Waage geht mit Sonne auf und unter
Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen
Kompass

Warum ist das so? Zum Zeitpunkt des Vollmondes bilden Sonne, Erde und Mond eine Gerade. Vom Standpunkt der Erde aus stehen sich Sonne und Mond genau gegenüber. So kommt es, dass der Mond dann aufgeht, wenn die Sonne gerade untergeht, und zwar genau gegenüber. Geht die Sonne im Südwesten unter, geht zugleich der Vollmond im Nordosten auf.

Am Morgen darauf sehen wir das gleiche Schauspiel, nur umgekehrt. Da geht der Mond im Nordwesten unter, während die Sonne im Südosten über dem Horizont erscheint. Ein Blick auf den Kompass zeigt uns, dass sich die beiden Himmelskörper tatsächlich am Himmel genau gegenüber stehen.


Die Planeten im November:

Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun


Merkur nicht beobachtbar

Der Planet Merkur ist im November nicht sichtbar. Er hält sich zu nahe bei der Sonne auf. Am Monatsbeginn befindet sich Merkur nahe bei Venus, steht aber zu tief am Horizont, um gesehen zu werden.


Venus am Abendhimmel


Mars am Morgenhimmel

Der rote Planet Mars geht Anfang November kurz nach Mitternacht auf, Ende November dann schon eine halbe Stunde vor Mitternacht. Er zieht im November durch das Sternbild Löwe. Am 10. und 11. ergibt sich ein schöner Himmelsanblick, wenn Mars am Hauptstern des Löwen, Regulus, vorbeikommt. Mars ist dabei der hellere von beiden, er hat im November eine Helligkeit von 0,8 mag. Die Helligkeit der Planeten schwankt, da sie vom Abstand des Planeten zur Erde abhängt. Regulus leuchtet dagegen immer gleich mit 1,36 mag.

Mars im November 2011

In der Abbildung sehen wir die Himmelsgegend, in der sich Mars aufhält. Es sind die Frühlingssternbilder, die im Herbst am Morgenhimmel zu finden sind. Mars bleibt nicht an einem Fleck, sondern wandert im Laufe des Monats ein ganzes Stück weiter. In der Abbildung ist er also zweimal zu sehen - einmal zu Beginn des Monats und einmal am Ende. Als Aufsuchhilfe kann der Große Bär/ Große Wagen genutzt werden. Der Löwe befindet sich unterhalb der "Räder" des Großen Wagens.


Jupiter fast die ganze Nacht hindurch sichtbar

Jupiter steht schon am Himmel, wenn es abends dunkel wird. Er befindet sich im Sternbild Widder. Jupiter ist ein sehr auffälliges Objekt am Himmel, da er mit -2,8 mag deutlich heller leuchtet als die Sterne, die ihn umgeben.

 

Bereits in kleinen Teleskopen und im Fernglas sind 4 seiner Monde zu sehen. Mit größerer Optik werden auch die Streifen in seiner Atmosphäre sichtbar. Eine Anleitung zur Beobachtung der Jupitermonde gibt es unter Mach mit - Jupitermonde.

Die Abbildung zeigt die Position des Jupiter gegen Mitternacht am Osthimmel. Er befindet sich inmitten der Herbststernbilder und wird eingerahmt von Pegasus und Andromeda, Perseus und Stier, Widder und Fische und direkt unter ihm finden wir den Kopf des Meeresungeheuers Cetus oder Ketos (auch Walfisch). Ganz in der Nähe finden wir den schönsten Sternhaufen des Himmels, die Plejaden. Auch der Himmelsjäger Orion schaut schon über den Horizont und kündigt den nahen Winter an.

Jupiter ist nicht mehr die gesamte Nacht hindurch zu sehen. Er geht zu Monatsbeginn gegen 6:50 Uhr unter, am Monatsende verabschiedet sich Jupiter bereits um 4:40 Uhr.


Saturn am Morgenhimmel sichtbar


Uranus die ganze Nacht hindurch beobachtbar


Neptun am Abendhimmel


Sternenhimmel im November

 

Wenn die Nacht beginnt, präsentieren sich uns die Herbststernbilder am Himmel. Am östlichen Horizont (Abbildung oben) rücken bereits die Wintersternbilder an. Der November bietet uns überhaupt eine große Auswahl an Sternbildern, da es zeitig dunkel wird und die Nächte immer länger werden. Ganz im Westen sind noch die Sommersternbilder Adler, Leier und Schwan zu sehen. Sie gehen aber bald unter.

Das Sternenviereck des Pegasus dominiert den Himmel und wird darum auch Herbstviereck genannt. Es steht am Abend im Süden und hilft uns dabei, weitere Sternbilder am Himmel zu finden. Rechts unterhalb von Pegasus sehen wir das Sternbild Wassermann, das viele relativ schwache Sterne enthält. Gleich links daneben beginnt das Sternbild Fische, in dem wir Uranus finden. Unterhalb des Herbstvierecks finden wir den schwachen Sternkreis einer der Fische des Sternbildes Fische. Der andere Fisch findet sich am linken Rand von Pegasus. Noch unterhalb der Fische finden wir das Sternbild Walfisch.

An der linken oberen Ecke des Pegasus schließt sich das Sternbild Andromeda an. Dort finden wir auch unsere Nachbargalaxie, die Andromedagalaxie. Jetzt im Herbst steht sie besonders hoch und ist deshalb gut zu beobachten. Bei richtig dunklem Himmel, also ohne störendes Licht vom Mond oder von der Straßenbeleuchtung, können wir die Galaxie sogar mit bloßen Augen erkennen, als verschwommenes helles Fleckchen am Himmel. Damit ist sie das am weitesten entfernte Objekt (mehr als 3 Millionen Lichtjahre), das wir ohne Hilfsmittel sehen können.

Herbst

Über der Sternenlinie der Andromeda finden wir das zirkumpolare Sternbild Cassiopeia, besser bekannt als Himmels-W. Andromedas Sternenlinie zeigt auf ein weiteres Herbststernbild - Perseus. Interessant an diesem Sternbild ist sein zweithellster Stern - Algol, das Teufelsauge (siehe Abbildung oben). Eigentlich sind es zwei Sterne, die wir hier sehen. Sie umkreisen einander. Dabei verdeckt der eine Stern den anderen manchmal, und so kommt es zu den Helligkeitsschwankungen, die wir hier auf der Erde wahrnehmen können. Unterhalb der Andromeda finden wir zwei kleine Sternbilder: Dreieck und Widder.

Unterhalb von Perseus erscheinen die Plejaden, die Vorboten des nahen Winters. Sie gehören zum Sternbild Stier, der die beiden bekanntesten Sternhaufen enthält - die Plejaden und die Hyaden. Im Osten ziehen schon die Wintersternbilder herauf. Zunächst der Fuhrmann mit dem hellen Hauptstern Capella, und darunter dann das bekannteste Wintersternbild schlechthin - der Orion mit seinem markanten Sternen-H. Je weiter der Abend fortschreitet, desto mehr Wintersternbilder werden nun sichtbar.

Mitte November

Tipp für den November: Wer ein Fernglas oder Teleskop zur Verfügung hat, sollte nach unserer Nachbargalaxie, der Andromedagalaxie Ausschau halten. Sie ist schon mit bloßem Auge bei dunklem Himmel als schwaches Nebelfleckchen zu erkennen. Die beiden offenen Sternhaufen h und chi Persei zwischen Perseus und Cassiopeia sind ebenfalls leicht zu finden.

Wer einen Kugelsternhaufen entdecken möchte, sollte sich dem Kopf von Pegasus zuwenden, wo sich M 15 befindet (siehe obere Abbildung). Verlängert man die Linie zwischen den beiden Kopfsternen des Pegasus noch einmal um die Hälfte, trifft man auf M 15. Seine Sterne sind ca. 35000 Lichtjahre von uns entfernt. Im Fernglas sieht M 15 aus wie ein unscharf eingestellter Stern, weil sich seine Sterne im Zentrum so dicht drängen, dass man sie kaum auseinanderhalten kann.

Einen offenen Sternhaufen finden wir zu Füßen der Zwillinge - M 35. Er ist mit einem Fernglas recht gut zu finden. Seine Sterne sind nicht kompakt kugelförmig angeordnet, sondern sehen aus wie dahingestreut. Gleich daneben befindet sich ein echter Kugelsternhaufen. Er trägt die Bezeichnung NGC 2158 und ist insgesamt etwas dunkler als M 35.


Highlights

Sternschnuppen im November

Der November ist DER Sternschnuppenmonat. Die Erde kreuzt dabei die Bahnen von gleich zwei Kometen, die hier einst vorüberzogen. Bei ihrem Weg um die Sonne verlieren Kometen viel Material, kleine Steine, Eisbröckchen und Gase. Vor allem dann, wenn sie in das Innere des Sonnensystems vordringen und der Sonne immer näher kommen. Dann taut ihre Oberfläche auf und sie entwickeln Schweife, die sich über Millionen Kilometer durchs All ziehen können.

Die Kometen sind längst wieder davongeflogen, ihren Staub aber haben sie zurückgelassen. Auf ihrem Weg um die Sonne durchquert die Erde so manche Staubspur eines Kometen. Die Staubteilchen verglühen in der Erdatmosphäre und erzeugen leuchtende Strichspuren, die wir dann bewundern können, wenn wir sie zufällig sehen. Nach wenigen Sekunden ist die Sternschnuppe schon wieder verschwunden. Nun folgen Tipps, wann sich der Blick zum Himmel besonders lohnt.

Im November treten gleich zwei Sternschnuppenströme auf. Von Monatsbeginn an bis etwa Mitte November treten die Tauriden auf. Sie heißen so, weil sie aus dem Sternbild Stier zu kommen scheinen (Taurus = Stier). Ungefähr am 5. November sind besonders viele Sternschnuppen zu erwarten. Ein zweites Maximum wird für den 12. November erwartet. Pro Stunde werden 5 bis 10 Sternschnuppen über unsere Köpfe hinwegfliegen. Die Tauriden stammen vermutlich vom Kometen 2P/Encke.

Der bekanntere Sternschnuppenstrom erscheint zwischen dem 10. und dem 25. November. Es sind die Leoniden (sie scheinen aus dem Sternbild Löwe zu kommen - Leon = Löwe). Das Maximum wird in diesem Jahr in der Nacht vom 18. zum 19. erwartet. Die Leoniden haben uns in manchen Jahren ein wahres Feuerwerk am Himmel geliefert, bei dem bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden konnten.

Allerdings hat das Auftreten der Leoniden einen 33-Jahre-Rhythmus. Alle 33 Jahre sind sie besonders zahlreich. Das wird in diesem Jahr nicht so sein (erst wieder im Jahr 2031). Wir sollten uns darauf einrichten, dass nur wenige Sternschnuppen auftauchen. Aber auch diese wenigen sind schon ein tolles Erlebnis.


Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.


 

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