Jupiter Monde

Jupiter ist ein absoluter Rekordhalter in Sachen Mond - sage und schreibe 67 Monde umkreisen den Gasriesen (das ist der derzeitige Wissensstand, die Zahl der Monde kann sich noch vergrößern)! Das verdankt er vor allem seiner Gravitationskraft. Viele der Monde sind nicht in seiner Nähe entstanden, sondern irgendwo anders im Sonnensystem, vielleicht im Asteroidengürtel oder im Kuipergürtel. Aber wer auf seinem Weg durch das Sonnensystem Jupiter einmal zu nahe kommt, wird durch dessen Gravitationskräfte aus der Bahn gelenkt. Manche wurden so gezwungen, von nun an um Jupiter zu kreisen und sich in die Garde seiner Monde einzureihen.

Die vier größten Jupitermonde sind von niemand Geringerem als Galileo Galilei entdeckt worden. Io, Europa, Ganymed und Kallisto tragen heute ihm zu Ehren die Bezeichnung 'Galileische Monde'. Galilei entdeckte sie 1610 mit einem damals brandneuen Gerät - dem Fernrohr.

Jupitermond bei GalileiAls ihm klar wurde, dass dies Monde sind, die um Jupiter kreisen, der zugleich mit ihnen um die Sonne herumwandert, begriff er, dass Nikolaus Kopernikus mit seiner damals neuen Idee eines heliozentrischen Weltbildes (dabei steht die Sonne im Mittelpunkt) recht haben muss.

Das sollte Galilei später noch großen Ärger einbringen, da die Kirchenoberen an einer Änderung des bis dahin geltenden geozentrischen Weltsystems (mit der Erde im Mittelpunkt) nicht interessiert waren.

Die vier Galileischen Monde sind sehr unterschiedlich aufgebaut und jeder für sich eine faszinierende und überraschende Welt innerhalb unseres Sonnensystems! Näheres dazu findest du auf den Mondseiten. Diese Monde können auch leicht mit einem Fernglas oder einem kleineren Teleskop beobachtet werden. Sie bieten jede Nacht einen anderen Anblick!

Beobachtungstipps gibt es *hier*, einen Beobachtungsauftrag *hier*..

Galileische Monde
Ganymed Kallisto Io Europa
Die vier Galileischen Monde im Größenvergleich (Fotocollage: NASA)
Der Erdmond ist im Vergleich ein wenig kleiner als Io, aber größer als Europa.

Viele Monde des Jupiter bekamen Namen von Sagengestalten aus der griechischen Mythologie, in die sich Göttervater Zeus (Jupiter wird er dann später von den Römern genannt) einst verliebte. Und da er sehr viel unterwegs war, verliebte er sich auch ständig. Daher stehen genug Namen für Monde zur Verfügung ...

Jupitermonde

Hier sind die Abstände der vier Galileischen Monde zu Jupiter dargestellt. Zwischen Io und Jupiter befinden sich noch vier weitere, kleine Monde, die ebenfalls mit eingezeichnet sind. Hinter Kallisto folgen weitere 54 Monde, die sich in sehr großen Abständen zu Jupiter befinden und allesamt sehr viel kleiner sind als die bekannten Jupitermonde. Die meisten wurden erst 2003 auf Aufnahmen entdeckt, die das Weltraumteleskop Hubble gemacht hatte.

Vier innere Monde: Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe

Die vier Galileischen Monde

Jupitermond Io

Jupitermond Europa

Jupitermond Ganymed

Jupitermond Kallisto

Der große Rest: 59 äußere Monde!

Hinter Kallisto folgen noch ganz viele Gesteinsbrocken, die den Jupiter ebenfalls umkreisen und als Monde eingestuft wurden. Sie sind zum Teil sehr klein (manch einer hat einen Durchmesser von nur einem Kilometer!) und bewegen sich in großer Entfernung zu Jupiter (zwischen 7 und 30 Millionen Kilometern Entfernung - der äußere galileische Mond Kallisto hat im Vergleich dazu nur einen Abstand von 1,9 Millionen km zu Jupiter).

Diese winzigen Monde konnten nicht durch direkte Beobachtung mit Teleskopen gefunden werden, sondern wurden erst auf Fotos von Raumsonden wie Voyager und Cassini sichtbar. Einige der Mini-Monde umrunden Jupiter entgegen der allgemeinen Laufrichtung im Sonnensystem, also rückwärts.

Die meisten dieser kleinen Monde entstanden nicht in der Nähe von Jupiter, sondern waren einst Meteoroide oder Asteroiden und bewegten sich auf anderen Bahnen. Sie gerieten irgendwann in den Einflussbereich von Jupiters starkem Gravitationsfeld und wurden nicht mehr weggelassen, sondern auf eine Umlaufbahn um den Gasriesen gezwungen.


Die Aufnahmen auf dieser Seite stammen von der NASA (Courtesy NASA/JPL-Caltech).


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