Nördliche Sternbilder
Sextant
- Details
- Kategorie: Nördliche Sternbilder
Sextans (lateinisch)
Der Sextant ist ein relativ neues Sternbild. In der Antike sah man an dieser Stelle des Himmels kein Sternbild. Das liegt wohl daran, dass die Sterne des Sextanten wenig auffällig sind. Der hellste Stern hat gerade einmal 4,5mag, der zweithellste 5mag. Bei der heutigen Lichtverschmutzung bleibt das Sternbild in der Nähe von Ortschaften ganz und gar unsichtbar.
Blick Richtung Osten an einem Frühlingsabend

Der Sextant ist ein unauffälliges Sternbild unterhalb des Löwen. Es bekam erst im 17. Jahrhundert seinen Platz am Himmel. Zu dieser Zeit erforschte man den Sternenhimmel eifrig mit einem neuartigen Instrument, dem Fernrohr. Damit konnte man nun auch Himmelsregionen untersuchen, die keine auffälligen Sterne enthalten.
Um die Gebiete, in denen gerade der Himmel untersucht wurde, besser beschreiben zu können, führte man in dieser Zeit einige neue Sternbilder ein, zu denen auch der Sextant gehörte. Johannes Hevelius führte es 1690 ein.
Ein Sextant ist ein Instrument, mit dem man den Winkelabstand eines Gestirns vom Horizont messen kann. Der Name kommt von dem Geräterahmen, der einen Kreissektor von etwa 60° (ein Sechstel eines Kreises) darstellt. Das Instrument wurde hauptsächlich in der Seefahrt eingesetzt, um ein Schiff mit Hilfe der Gestirne navigieren zu können.
Wo am Himmel ist der Sextant zu finden?

Der Sextant kann das ganze Frühjahr hindurch am Himmel aufgefunden werden. Er befindet sich zwischen den Sternbildern Löwe und Hydra (Wasserschlange). Bezüglich der hellsten Sterne im Frühling, Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arktur im Bootes (oder auch Bärenhüter), die zusammen das Frühlingsdreieck bilden, liegt das Sternbild Sextant außerhalb des gedachten Dreiecks in der Nähe von Regulus.
Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.
Kleiner Hund
- Details
- Kategorie: Nördliche Sternbilder
Canis Minor (lateinisch)
Der Kleine Hund wurde von den Griechen als Jagdhund des Orion betrachtet. In Mesopotamien sah man das Sternbild als Wasserhund, und in der arabischen Mythologie waren Großer und Kleiner Hund zwei Schwestern. Die große Schwester lief davon und ließ die kleine Schwester im Stich.
Blick Richtung Osten an einem Winterabend
Tipp: Fahre mit dem Mauszeiger über die Grafik!
Der Himmelsjäger Orion wird begleitet von seinen beiden treuen Hunden Großer Hund und Kleiner Hund.
Sie folgen ihm, denn sie gehen nach ihm am Himmel auf, erst der kleine und dann der große. Zum Großen Hund gehört der hellste Stern des Himmels - Sirius. Der Kleine Hund enthält auch einen hellen Stern - Procyon.
Procyon ist ein Nachbar der Sonne, er ist nur 11,4 Lichtjahre von uns entfernt. Es ist der acht-hellste Stern am Sternenhimmel. In Wirklichkeit ist es kein Einzelstern, sondern ein Doppelsternsystem. Der Begleiter ist ein Weißer Zwerg, der Procyon einmal in 41 Jahren umrundet. Der Name Procyon bedeutet 'vor dem Hund' (pro cyon). Damit ist gemeint, dass er noch vor dem Hundsstern Sirius aufgeht.
Wo am Himmel ist der Kleine Hund zu finden?

Hier sind sie alle zusammen am Winterhimmel zu sehen, Orion und seine beiden Hunde. Das große X oder H des Orion ist an einem Winterabend schnell am Himmel zu entdecken. Der Kleine Hund befindet sich links neben seiner Schulter, der Große Hund etwas tiefer, links neben seinen Füßen. Die drei Gürtelsterne des Orion weisen in Richtung Sirius.
Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.

