Sternenhimmel

Der Himmel ist übersät mit Sternen, und auf den ersten Blick scheint alles ziemlich chaotisch und willkürlich zu sein. Aber beobachte einmal über längere Zeit den Sternenhimmel. Hast du nicht auch das Gefühl, dort oben etwas mehr zu erkennen als nur Sterne?

Nun, so erging es wohl auch den Menschen vor vielen Tausend Jahren, als sie sich die ersten Sternbilder ausdachten. Eigentlich gibt ja es keine Sternbilder an sich. Die hat erst der Mensch mit seiner übersprudelnden Phantasie hineininterpretiert.

Und plötzlich ist da was am Himmel. Die Menschen können es einander zeigen und miteinander darüber reden. Das geht viel einfacher, wenn man Sternenkonstellationen Namen gibt und ein 'Gesicht'. Das einer Krone beispielsweise oder eines Skorpions.

Da sich die Sterne am Himmel befinden, wo die Götter wohnen, haben viele der Sternbilder mit den Göttersagen der alten Griechen zu tun. Sie tragen Namen von Helden wie Orion oder Herkules und von Königspaaren wie Kepheus und Kassiopeia. Und dann gibt es noch zahlreiche Tiere, wie den Löwen und den Skorpion, die Schlange und den Schwan usw.


Die Sterne eines Sternbildes haben in Wirklichkeit nichts miteinander zu tun. Sie stehen nur aus unserer Sicht zufällig nahe beisammen, sind aber teils Millionen von Lichtjahren voneinander entfernt. Anfangs gab es sicher nur wenige Sternbilder. Inzwischen sind es offiziell 88.

Sternbilder helfen bei der Orientierung am Sternenhimmel. Wenn es heißt, Jupiter steht zur Zeit im Löwen, dann weiß jeder Astronom sofort, an welcher Stelle des Himmels er ihn finden wird.

Viele Sternbilder sehen gar nicht so aus, wie sie heißen. Da ging es wohl eher darum, ihnen einfach einen Namen zu geben. Besonders deutlich wird das am südlichen Sternenhimmel. Auf der südlichen Halbkugel der Erde sieht man andere Sterne als bei uns. Zum großen Teil gab es im Süden noch keine Sternbilder, als die Europäer begannen, per Schiff die Welt zu erkunden und zu umrunden. Um sich orientieren zu können, bildeten sie aus den südlichen Sternen Sternbilder, die dann Namen bekamen wie Fernrohr, Kompass, Pendeluhr und Winkelmaß, alles Gegenstände, die die Seefahrer gerade bei sich hatten.


An den Sternbildern kann man erkennen, welche Jahrezeit gerade ist. Da sich die Erde um die Sonne bewegt, sehen wir im Lauf des Jahres nicht immer nur die gleichen Sternbilder. Es gibt typische Frühlingssternbilder. Das gleiche gilt für den Sommer, Herbst und Winter.

zirkumpolare SterneEs gibt aber auch Sternbilder, die nie untergehen. Man nennt sie zirkumpolar. Sie sind in nördlicher Blickrichtung zu finden und tauchen bei ihrer Drehung nie unter den Horizont. Zu den zirkumpolaren Sternbildern gehören beispielsweise der Große und der Kleine Bär.

LöwensterneDie hellsten Sterne haben im Lauf der Zeit eigene Namen bekommen, z.B. Regulus im Löwen oder Atair im Adler. Sterne in Sternbildern werden nach ihrer Helligkeit sortiert und erhalten griechische Buchstaben. Der hellste eines Sternbildes ist der Alpha-Stern, dann kommt Beta, Gamma, Delta usw.

Sterne, die nicht zu Sternbildern gehören, bekommen einfach eine Sternennummer (die sich aber kein Mensch merken kann, deshalb werden sie in Sternenkatalogen eingetragen).


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