Willkommen in der Astrokramkiste
Highlights:
| Tag- und Nachtgleiche | Beste Beobachtungsbedingungen für Jupiter | ||
| Sonne | Mond | Planeten | Sternenhimmel |
Die Sonne
| Tag | Aufgang | Mittagshöhe | Untergang | Tageslänge |
|---|---|---|---|---|
| 1.9.2011 | 6:34 Uhr | 48,3° | 20:05 Uhr | 13,5 Stunden |
| 30.9.2011 | 7:17 Uhr | 37,3° | 19:02 Uhr | 12 Stunden |
| Heute (22.05.2012) | 05:23 Uhr | 21:09 Uhr | 15 h 45 min | |
| Weitere Sonnenzeiten für ausgewählte Städte in: Deutschland, Österreich, Europa | ||||
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, Dämmerungszeiten und einiges mehr für den aktuellen Tag.
Im September verabschiedet sich der Sommer, der Herbst macht sich bemerkbar. Obwohl es tagsüber noch angenehm warm sein kann, hat die Sonne bereits einen Teil ihrer Kraft eingebüßt.
Zum einen klettert sie mittags längst nicht mehr so hoch wie im Monat zuvor. Im Laufe des September verliert sie noch einmal gute 10 Grad an Höhe. Zum anderen zieht sie sich abend immer eher zurück (und geht morgens entsprechend jeden Tag etwas später auf).
Am 23. September kommt es dann zum Herbst-Äquinoktikum, oder anders gesagt zur Tag-und-Nacht-Gleiche. Das heißt Tag und Nacht sind genau gleich lang (12 Stunden). Die Sonne befindet sich 12 Stunden lang über dem Horizont und 12 Stunden lang unter dem Horizont. Von nun an werden die Tage kürzer sein als die Nächte.
Der Mond
| Mondphase | Datum | im Sternbild | Aufgang | Untergang | |
|---|---|---|---|---|---|
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Erstes Viertel | 4.9.2011 | Skorpion | 14:57 Uhr | 21:08 Uhr |
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Vollmond | 12.9.2011 | Fische | 19:13 Uhr | 6:58 Uhr |
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Letztes Viertel | 20.9.2011 | Stier | 23:32 Uhr | 15:09 Uhr |
| Neumond | 27.9.2011 | Jungfrau | geht mit Sonne auf und unter | ||
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||||
Der Mond als Aufsuchhilfe für Planeten
| Datum | Mondphase | nahe des Planeten | Abstand zum Planet |
|---|---|---|---|
| 1.9.2011 | zunehmende Mondsichel | Saturn | 7,3° südlich |
| 10.9.2011 | Fast-Vollmond | Neptun | 5,7° nördlich |
| 13.9.2011 | Fast-Vollmond | Uranus | 6,1° nördlich |
| 16.9.2011 | abnehmender Mond | Jupiter | 4,7° nördlich |
| 23.9.2011 | abnehmende Sichel | Mars | 4,7° südlich |
| Daten dem Buch 'Kosmos Himmelsjahr 2011' von Hans-Ulrich Keller entnommen | |||
Tipps für die Beobachtung des Mondes gibt es auf den Seiten 'Mond beobachten'.
Tagesaktuelle und vor allem für den individuellen Standort passende Daten und Zeiten liefert der Astrorechner. Dort bekommst du Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond, die aktuelle Mondphase, den Beleuchtungsgrad und einiges mehr.
Wenn wir jetzt im September abends den Mond am Himmel stehen sehen, können wir leicht den Eindruck bekommen, er sei immer zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle. Das ist ein Phänomen, das nur im Herbst auftritt. Der Eindruck entsteht, weil sich die Mondaufgangszeiten um den Vollmondtag herum nur minimal (um ca. eine Viertelstunde) verschieben.
Am 8. geht der schon recht rundliche Mond um 17:50 Uhr auf. An jedem darauf folgenden Tag geht er (dabei immer noch ein bisschen dicker werdend) nur eine Viertelstunde später auf. So hat man schnell das Gefühl, er sei jeden Tag zur gleichen Zeit da. Der Vollmond erscheint vier Tage später bereits um 19:13 Uhr, und auch an den folgenden Tagen geht der nun wieder fast unmerklich abnehmende Mond jeweils nur eine Viertelstunde später auf als am Tag davor.
Im Frühjahr dagegen geht der Mond um den Vollmondtermin herum jeden Tag eine ganze Stunde später auf! Es lohnt sich also, im September auf den Mond zu achten und das Phänomen mit eigenen Augen zu verfolgen!
Die Planeten im September:
Merkur, Mars, Jupiter, Uranus und Neptun
Merkur am Morgenhimmel
Den Planeten Merkur bekommen wir in diesem Monat am Morgenhimmel im Sternbild Löwe zu sehen. Am 1. September geht er gegen 5 Uhr auf und ist ca. 20 Minuten später am Osthimmel knapp über dem Horizont zu sehen. Wegen der zunehmenden Morgendämmerung verblasst er recht schnell. Wer Merkur beobachten möchte, hat also nur in kurzes Zeitfenster. Am günstigsten sind die Tage zwischen dem 4. und dem 9. September, weil dann der Abstand Merkurs zum Horizont und damit zu den unruhigen Luftschichten am größten ist.
In der oberen Abbildung ist eine Übersichtskarte zu sehen. Sie zeigt den Blick an den Osthorizont zwischen 5 und 6 Uhr morgens. Zur Orientierung können wir die Sternbilder nutzen. Die auffälligen Sterne ganz in der Nähe sind die Zwillingssterne Castor und Pollux oberhalb von Merkur und Procyon rechts oberhalb von Merkur. Wenn man mit der Maus über die Abbildung fährt, werden die Sternbildlinien eingeblendet und die Verbindung zwischen Pollux, Procyon und Merkur aufgezeigt.
Hier sehen wir Merkur am 9. September. Das ist der Morgen, an dem der Planet dem Hauptstern im Löwen besonders nahe kommt. Vor dem 9.9. befindet sich Merkur noch oberhalb von Regulus.
Merkur bewegt sich im Laufe der nächsten Tage immer weiter auf Regulus zu, bis sie am 9.9. nebeneinander stehen. Dabei ist Merkur der hellere von beiden Lichtpunkten. Regulus besitzt eine scheinbare Helligkeit von 1,36mag, Merkur ist mit -1mag um 2 Helligkeitsklassen heller.
So etwa ab dem 15.9. ist Merkur nicht mehr zu beobachten, da er sich nun wieder der Sonne annähert und darum während der Nacht und der Dämmerung unter dem Horizont bleibt.
Venus bleibt unbeobachtbar
Venus befindet sich zu nahe bei der Sonne und hält sich im September gemeinsam mit ihr am Taghimmel auf. Sie ist somit nicht am Nachthimmel zu sehen. Erst Ende Oktober erscheint sie als Abendstern.
Mars am Morgenhimmel

Der rote Planet Mars ist im September am Morgenhimmel zu finden. Er geht zu Monatsbeginn gegen 2 Uhr auf, am Monatsende dann gegen 1:30 Uhr. Mars befindet sich zunächst im Sternbild Zwillinge und wandert im Laufe des Monats auf das Sternbild Krebs zu, das er Ende September erreicht.
Die Animation zeigt den Weg des Planeten vom 1. bis 30. September. Es ist ganz reizvoll, von Morgen zu Morgen die Positionsveränderung von Mars mitzuverfolgen. Im Bezug zum Sternenhimmel legt er tagtäglich eine deutliche Strecke zurück.
Gleich zu Beginn des nächsten Monats bietet sich dann ein hübscher Anblick, wenn sich Mars vor dem offenen Sternhaufen M44 (Krippe oder Praesepe) im Sternbild Krebs vorüberzieht.
Jupiter die ganze Nacht hindurch sichtbar
Jupiter befindet sich derzeit im Sternbild Widder, oberhalb des Kopfes von Cetus dem Walfisch. Der Riesenplanet geht zu Monatsbeginn um 22 Uhr auf und ist dann das hellste Lichtpünktchen am Himmel. Ende September geht er bereits um 20 Uhr auf und ist dann praktisch von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang am Himmel zu finden.
Jupiter ist eine sehr auffällige Erscheinung, denn er leuchtet mit -2,8mag, was deutlich heller ist als alle Sterne am Herbsthimmel. Am Abend finden wir ihn über dem östlichen Horizont. Im Laufe der Nacht wandert er mit dem Sternenhimmel über Süden auf den Westhorizont zu, wo er frühmorgens zu finden ist.
Die Beobachtungsbedingungen sind jetzt und in den kommenden Monaten optimal. Reizvoll ist es unter anderem auch, seine Monde zu beobachten. Seine vier größten Monde sind bereits in kleinen Teleskopen gut zu erkennen. Sie bieten viel Abwechslung, da sie ihren Heimatplaneten rasch umrunden. Bei längerer Beobachtung erkennt man, wie sie ihre Positionen links und rechts des Planeten verändern.
Beobachtungstipps für die Jupitermonde gibt es auf der Seite 'Tanz der Jupitermonde'.
Saturn bleibt unbeobachtbar
Saturn hat sich vom Abendhimmel verabschiedet. Er geht in der Dämmerung unter und kann somit nicht am Nachthimmel aufgefunden werden. Saturn nähert sich in den kommenden Wochen der Sonne an und wird Mitte Oktober an ihr vorüberziehen. Erst im November wird Saturn wieder genug Abstand zur Sonne haben, um am Morgenhimmel sichtbar zu werden.
Uranus die ganze Nacht hindurch beobachtbar
Uranus ist im Sternbild Fische zu finden, und zwar unterhalb des Kopfes des rechten (liegenden) Fisches unterhalb des Herbstvierecks Pegasus.
Uranus geht zu Monatsbeginn gegen 21 Uhr auf, zu Monatsende gegen 19 Uhr. Mit der Beobachtung sollte man allerdings warten, bis der Himmel richtig dunkel geworden ist. Mit bloßem Auge wird man ihn bei optimalen Bedingungen gerade noch so erkennen können.
Sehr viel ergiebiger ist allerdings die Beobachtung mit einem Fernglas oder Teleskop, denn Uranus hat eine scheinbare Helligkeit von nur 5,7mag. Zu erkennen ist er an seiner grünlich-bläulichen Farbe.
Uranus hat jetzt im September einen Abstand von 2854 Millionen Kilometern zur Erde. Da er am 25./26. September seine Oppositionsstellung einnimmt (das bedeutet dass Sonne, Erde und Uranus in einer Linie zueinander stehen), ist das der minimal mögliche Abstand zwischen Erde und Uranus in diesem Jahr. Sein Licht benötigt für diese Strecke übrigens 2 Stunden und 39 Minuten.
Neptun am Abendhimmel
Neptun befindet sich derzeit im Sternbild Wassermann. Wer nach ihm sehen möchte, sollte das in den späten Abendstunden tun, wenn er möglichst hoch steht. Ein dunkler Himmel ist unbedingt notwendig, ebenso genügend Abstand zum Horizont, wo die Luft immer ziemlich unruhig ist.
Mit dem bloßen Auge ist Neptun aber nicht zu erkennen, da er viel zu leuchtschwach ist. Da ist schon ein Teleskop vonnöten. Neptun hat eine Helligkeit von nur 7,8mag. Wenn die Sonne untergeht, steht er schon am Abendhimmel. Seine Untergänge verlagern sich von Monatsanfang um 5:50 Uhr auf Monatsende um 3:50 Uhr.
Sternenhimmel im September
Im September haben wir eine Mischung aus Sommersternbildern und Herbststernbildern am Himmel. Wenn in der Abenddämmerung nach und nach die Sterne sichtbar werden, finden wir als erstes hoch über unseren Köpfen Wega aus dem Sternbild Leier. Kurze Zeit später sind auch die anderen beiden Sterne des Sommerdreiecks zu sehen, nämlich Deneb aus dem Schwan und Atair aus dem Adler. Mit zunehmender Dunkelheit vervollständigen sich die Sternbilder, denn nun werden auch schwächere Sterne sichtbar.
Im Osten finden wir die Herbststernbilder. Am markantesten hierbei ist Pegasus, ein auffälliges Sternenviereck. Um Pegasus herum finden wir die übrigen Herbststernbilder: rechts darunter Steinbock und Wassermann, unter der linken Ecke das Sternbild Fische, an der linken oberen Ecke die Sternenkette der Andromeda mit unserer Nachbargalaxie Andromedagalaxie.

Das Sternbild Andromeda zeigt auf das nachfolgende Herbststernbild Perseus, dessen Hauptstern Algol auch Teufelsauge genannt wird, weil er seine Helligkeit verändert. Unter dem Herbstviereck und rechts davon ist der Himmel jetzt von Wassersternbildern bevölkert.
Dazu gehören tief im Süden der Steinbock (der griechischen Sage nach eigentlich Ziegenfisch) und der Wassermann, der Delfin zwischen Adler und Schwan und unterhalb des Wassermanns der Südliche Fisch, von dem wir den Hauptstern Fomalhaut knapp über dem Südhorizont sehen können. Dieses Sternbild gehört schon zu den Sternbildern des südlichen Sternenhimmels.

Tipp für den September: Im Herbst haben wir einen guten Blick auf unsere Nachbargalaxie, die Andromedagalaxie. Sie befindet sich im Sternbild Andromeda, dessen Sternenkette an der oberen linken Ecke von Pegasus hängt (siehe 1. Abbildung). Als Aufsuchhilfe kann auch das Sternbild Cassiopeia genutzt werden. Die Andromedagalaxie befindet sich unter dem rechten unteren Zacken des W der Cassiopeia.

Die zirkumpolaren Sternbilder sind natürlich in jedem Monat beobachtbar. Sie verändern nur ihre Lage am Himmel. Im September verliert der Große Wagen/Großer Bär weiter an Höhe. So schrammt er knapp über dem Nordwesthorizont über den Himmel, wobei er die "richtige" Position für einen Handwagen einnimmt, also "Räder" nach unten, und die Deichsel zeigt fast waagerecht nach links. Cassiopeia dagegen steigt im Laufe der Zeit immer höher, bis sie hoch über unseren Köpfen thront.
Im Nordosten funkelt knapp über dem Horizont ein heller Stern, das ist Capella aus dem Sternbild Fuhrmann. Während Fuhrmann noch nicht aufgegangen ist, gehört Capella zu den zirkumpolaren Sternen und ist das ganze Jahr über am Himmel zu finden. Im Herbst und Winter steht sie dann fast im Zenit.
Die Grafiken dieser Seite wurden mit Hilfe der Planetariumssoftware Stellarium erstellt. Dieses Planetarium für den heimischen PC kann kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.




