Großer Bär

Ursa Major (lateinisch)

Erstaunlicherweise sahen viele Völker in dieser Sternkonstellation unabhängig voneinander einen Bären. Es ist zugleich das bekannteste aller Sternbilder in Mitteleuropa - genannt 'Der Große Wagen'.

Dabei ist das gar kein eigenständiges Sternbild, sondern nur Teil eines größeren, nämlich des Großen Bären. Die 7 Sterne, die den Wagen bilden, sind nun aber die hellsten und auffälligsten Sterne des Bären. Darum erkennt man heutzutage sofort einen (Hand-)Wagen, und weniger einen Bären, wenn man zum Himmel schaut.

Der Große Bär ist immer am Nachthimmel zu finden

Tipp: Fahre mit dem Mauszeiger über die Grafik!

 

Mizar und AlkorWenn du einmal testen möchtest, wie gut deine Augen sind, dann schau dir die Deichsel des Großen Wagens an. Einer der Sterne, Mizar, hat noch einen Begleitstern.

Er hat einen eigenen Namen, nämlich Alkor, und ist ein Stern 4. Größe (Mizar ist 2. Größe). Er sitzt scheinbar auf Mizar, deshalb nennt man ihn auch Reiterlein.

Alkor ist schon sehr lange bekannt. Schon vor Jahrtausenden bemerkte man ihn und baute ihn in Legenden ein, die sich um das Sternbild Großer Bär ranken.

Wer gute Augen hat, kann Mizar und Alkor getrennt voneinander sehen. Schaut man nur flüchtig hin, verschmelzen die beiden Lichtpunkte zu einem Stern. Mizar ist 78 Lichtjahre weit weg. Alkor hat zu Mizar wiederum einen Abstand von 3 Lichtjahren. In Wirklichkeit kreisen sogar 4 Sterne umeinander, aber nur Mizar und Alkor sind gut sichtbar.

Wo am Himmel ist der Große Bär zu finden?

Der Große Bär ist jederzeit am Himmel zu finden, nur nicht immer an der gleichen Stelle. Er rotiert um den Polarstern herum, der den Himmelsnordpol markiert. Der Polarstern ist leicht zu finden, indem man die hintere Kante des Wagens etwa 5mal in einer geraden Linie verlängert.

Drehung des Großen Wagens

Schauen wir immer zur gleichen Zeit zum Himmel (am besten abends, wenn es gerade dunkel geworden ist), dann nimmt der Große Bär in jeder Jahreszeit eine andere Stellung ein. Wir betrachten hier der Einfachheit halber nur den Großen Wagen. Er ist wie der Zeiger einer Uhr. Er dreht sich im Laufe der Nacht weiter und hat innerhalb eines Tages die gesamte Runde vollendet. Der Große Wagen bewegt sich rückwärts entgegen dem Uhrzeigersinn.

Im Frühling steht er hoch über unseren Köpfen im Zenit, im Sommer hängt er an seiner Deichsel senkrecht herunter, im Herbst steht er knapp über dem Nordhorizont und scheint darauf entlangzufahren, und im Winter steht er aufrecht auf seiner Deichsel.

Am Morgenhimmel, kurz bevor es hell wird, sieht das Bild aber anders aus, denn er hatte ja die ganze Nacht Zeit zu rotieren! Er bewegt sich immer weiter und nimmt morgens ungefähr die gegenüberliegende Position des Abendhimmels ein.


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