Orion
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- Kategorie: Nördliche Sternbilder
Aus der griechischen Sagenwelt
In der griechischen Mythologie war Orion ein Krieger, der damit prahlte, dass er alle lebenden Tiere töten könne. Gäa, die Erdgöttin, wollte das verhindern und sandte einen Skorpion aus, der Orion töten sollte.
Diese Geschichte ist am Himmel zu sehen: Geht der Skorpion im Osten auf, 'fällt' der Orion getroffen im Westen und verschwindet. Aber Orion wird vom Heilsgott Äskulap wiederbelebt, und so ist auch die Umkehrung zu sehen: Skorpion wird von Äskulap verjagt und geht im Westen unter, während Orion im Osten wieder aufersteht.
Das geht, weil sich beide Sternbilder am Himmel gegenüberstehen. Steigt eines über den Horizont, verschwindet das Andere unter dem gegenüberliegenden Horizont.
Blick Richtung Osten an einem Winterabend
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Schaut man an einem Winterabend zum Himmel, fällt sofort eine markante Sternenkonstellation in Form eines großen X auf - das ist der Orion!
Orion, auch Himmelsjäger genannt, besteht aus vielen hellen Sternen. Seine 3 'Gürtelsterne' in der Mitte stehen schön aufgereiht in einer Linie, die beiden 'Schultern' strahlen hell, ebenso seine 'Knie'.
Unter dem Gürtel sind einige Sterne und ein nebliger Sternhaufen so angeordnet, dass es aussieht, als hätte Orion da ein Schwert.
Orion ist eines der auffälligsten und auch beliebtesten Sternbilder und ein typisches Wintersternbild.
Die Sterne des Orion
Einige Sterne des Orion haben eigene Namen bekommen. Der linke Schulterstern heißt Beteigeuze und leuchtet rot. Er ist ein Überriese und etwa 630mal größer als die Sonne. Wäre er an der Stelle der Sonne, würde er bis zur Marsbahn reichen!
Beteigeuze befindet sich am Ende seines Lebens. Er könnte sogar bald explodieren und so zu einer Supernova werden! Zum Glück ist er etwa 400 Lichtjahre von uns entfernt.
Unten rechts befindet sich Rigel, auch ein Überriese, aber ein blauweißer. Rigel ist noch sehr jung, weniger als 100 Millionen Jahre. In kosmischen Maßstäben ist das wenig!
Orions Begleiter
Der Jäger Orion hat zwei treue Hunde bei sich, Canis Maior (Großer Hund) und Canis Minor (Kleiner Hund).
Der helle Stern im Großen Hund ist Sirius, der hellste Stern am Himmel. Manch einer hat ihn schon für ein Ufo gehalten, weil er so glitzert und funkelt. Das liegt daran, dass Sirius bei uns häufig nahe des Horizonts steht, wo die Luftunruhe am größten ist.
Sirius steht am 31.12. um Mitternacht, wenn wir das Silvesterfeuerwerk abbrennen, genau im Süden.
Wo am Himmel ist der Orion zu finden?

Orion begleitet uns den ganzen Winter hindurch und ist DAS typische Wintersternbild. Zu Beginn des Winters finden wir ihn abends im Osten, wo er gerade aufgeht und noch eine halb liegende Position einnimmt. Genau an Silvester, wenn wir das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßen, steht Orion dann aufrecht im Süden und hat seinen Höchststand über dem Horizont.
Ihm genau gegenüber im Norden vollführt der Große Wagen ein gewagtes Kunststück, denn er steht senkrecht auf seiner Deichsel! Wenn es auf den Frühling zugeht, finden wir Orion im Westen, wie er sich zur Seite neigt und sich wohl schlafenlegt und bald darauf untergeht. Um ihn herum gruppieren sich viele weitere schöne Sternbilder mit auffällig hellen Sternen. Orion ist Teil des Wintersechsecks.
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