Schütze

Sagittarius (lateinisch)

22. November - 22. Dezember

Die Sonne tritt am 18. Dezember ins Sternbild Schütze und verlässt es wieder am 19. Januar.

Aus der griechischen Sagenwelt

Vor langer Zeit gab es die Zentauren, die halb Mensch und halb Pferd waren. Die meisten waren wüste Gesellen, grausam und trunksüchtig. Aber einer von ihnen war eine Ausnahme. Chiron mit Namen war klug und weise. Er unterrichtete junge Männer, die später zu Helden wurden, und brachte ihnen verschiedene Kampftechniken bei. Er lehrte ihnen das Speerwerfen, Steinschleudern und Bogenschießen.

Chiron war wie die Götter unsterblich. Eines Tages wurde er unabsichtlich von Herkules mit einem vergifteten Pfeil verletzt. Chiron litt furchtbar unter dem Wundschmerz. Um davon erlöst zu werden, verzichtete er auf seine Unsterblichkeit und bat Zeus darum, ihn sterben zu lassen. Dieser versetzte ihn dann an den Himmel.

Blick Richtung Süden an einem Sommerabend

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SchützeDer Schütze besteht aus zahlreichen hellen, gut sichtbaren Sternen, die mitten in der Milchstraße liegen.

Verbindet man sie, entsteht ein Bild, das einer Teekanne mit Henkel, Deckel und Ausgießer gleicht. Einen Schützen darin zu erkennen fällt schwer. Dennoch wird er auf Bildern immer als Jäger mit Pfeil und Bogen dargestellt. Er ist ein Mischwesen, halb Mensch, halb Pferd.

Aber auch einige beeindruckende Sternhaufen und Nebel sind zu finden, so der rötliche Lagunennebel und der bläuliche Trifidnebel rechts im Bild. Mitten im Schützen lauert, hinter den Gas- und Nebelschwaden - ein Schwarzes Loch! Es ist aber 26 000 Lichtjahre von uns entfernt, also keine Sorge, dass es uns verschlingen könnte!

Wo am Himmel ist der Schütze zu finden?

Schütze und Umgebung

Der Schütze ist ein Sommersternbild. Er geht im Südosten auf, bewegt sich knapp über dem Horizont entlang und geht im Südwesten wieder unter. Seinen Höchststand im Süden hat er Anfang Juli um Mitternacht. Zu finden ist er links neben dem Skorpion, der auch nur knapp über den Horizont kommt. Das Band der Milchstraße zieht sich durch den Schützen, ebenso wie der Pfad der Ekliptik.

Eine andere Möglichkeit, den Schützen zu finden, ist der Lauf des Mondes. Da der Schütze zum Tierkreis gehört, wird er von der Ekliptik durchzogen. Das bedeutet, dass der Mond jeden Monat bei ihm vorbeikommt. In astronomischen Jahrbüchern ist der Aufenthaltsort des Mondes für jeden Tag des Jahres verzeichnet. Du könntest also nachschauen, wann der Mond im Juli im Schützen steht. Suche den Mond dann an diesem Tag am Himmel, und schon weißt du, wo der Schütze zu finden ist. Wenn du zwei Tage später noch einmal zum Himmel schaust, hat der Mond das Sternbild verlassen und gibt den Blick darauf frei.


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