Milchstraße

Aus der griechischen Sagenwelt

Herkules war der Sohn des Göttervaters Zeus und der Sterblichen Alkmene. Aber eigentlich war er mit Hera verheiratet, die immer sehr eifersüchtig war (aus gutem Grund..).

Gewöhnlich rächte sich Hera an ihren Rivalinnen oder deren Kindern, wenn ihr Mann wieder einmal fremdgegangen ist. Doch in diesem Fall überlistete Zeus seine Frau. Er erzählte ihr, das Baby Herkules sei ein Findelkind und bat sie, den Kleinen zu säugen.

Voller Mitleid mit dem Kind legte sie Herkules an ihre Brust und ließ ihn von ihrer Milch trinken, wodurch dieser unsterblich wurde. Er saugte aber so stark, dass Hera voller Schmerzen aufschrie und das Kind von ihrer Brust wegstieß. Der Milchstrahl schoss über den Himmel und ist heute noch als Milchstraße zu sehen.

Wo finde ich die Milchstraße?

Tipp: Fahre mit dem Mauszeiger über die Grafik!

 

In klaren dunklen Nächten kann man die Milchstraße am Himmel gut erkennen. Ein breites silbriges Band zieht sich über den Himmel und durchquert dabei so manches Sternbild, wie z.B. Teile des Sommerdreiecks mit Schwan und Adler.

Durch ein Teleskop betrachtet kann man in der Milchstraße Tausende und Abertausende Sterne entdecken, es wimmelt nur so von ihnen. Was wir dabei sehen, ist unsere eigene Galaxie. Zusammen mit der Sonne enthält sie schätzungsweise 500 Milliarden Sterne!

Im Sternbild Schütze befindet sich das Zentrum unserer Galaxie. Allerdings können wir es nicht sehen, weil sich Gas- und Staubwolken davor befinden, die uns den Blick versperren. Mit Radioteleskopen lassen sie sich aber durchdringen.

Langzeitbelichtung der Milchstraße

Milchstraße
Teil der Milchstraße, Foto von Karl Beck (www.astroshop.at)

Die dunklen Stellen sind Staub- und Gaswolken, die uns teilweise den Blick auf unsere Galaxie verstellen. Sie gehören genau wie die Sterne und deren Begleiter mit zur Milchstraße. Am Himmel gibt es einige Stellen, an denen so gut wie keine Sterne zu sehen sind. Das liegt nicht daran, dass sich dort tatsächlich keine Sterne aufhalten, sondern der Blick auf sie wird uns durch Staubwolken versperrt. Ein Beispiel für eine dunkle sternenlose Stelle ist der sogenannte 'Kohlensack' am südlichen Sternenhimmel.

Durch längere Belichtungszeiten sind auf Fotos deutlich mehr Sterne und Strukturen zu sehen als mit bloßem Auge. Auf Film (oder eben der Speicherkarte) wird das Licht einige Sekunden oder Minuten lang gesammelt und dann insgesamt auf dem Foto abgebildet. Schaut man einfach so zu Himmel, sieht man immer nur das Licht, das augenblicklich auf die Netzhaut des Auges trifft.


Milchstraße von der Seite

Milchstraße seitlich

Andere Galaxien können wir von oben betrachten, unsere eigene aber nur von der Seite, da wir ein Teil von ihr sind und unsere Position nicht verlassen können. Wir befinden uns mit unserer Sonne eher am Rande. Die meisten Sterne befinden sich in der Mitte und bilden dort einen sogenannten Bulge.


Milchstraße von oben gesehen

So könnte die Milchstraße von oben betrachtet aussehen. Sie hat mehrere Spiralarme und ist etwa 100000 Lichtjahre breit. Wie unsere Galaxie aussieht, können wir nur vermuten. Aus der Beobachtung anderer Galaxien können wir aber Rückschlüsse auf unsere eigene ziehen. Wahrscheinlich leben wir in einer Spiralgalaxie, auf einem der äußeren Spiralarme.

Milchstraße von oben

 

Wir sind ca. 26000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt. Damit haben wir genug Abstand zum Schwarzen Loch in der Mitte, das ganz gerne ab und zu Sterne verschlingt, die ihm zu nahe kommen..

Alle 500 Milliarden Sterne bewegen sich um das Zentrum der Galaxie. Für eine komplette Runde brauchen wir 211 Millionen Jahre. In einer Galaxie gibt es nicht nur Sterne und Planeten, sondern auch Gaswolken, die manchmal leuchten, und Staubwolken. Das sind zugleich Gebiete, in denen neue Sterne entstehen können.


Die Nachbarschaft der Milchstraße

Magellansche Wolken
Schaut man von der südlichen Halbkugel der Erde aus zum Himmel, kann man zwei Begleitgalaxien mit bloßen Augen sehen - die Große und die Kleine Magellansche Wolke.


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