Sonnenuhr basteln

Geschrieben von Denise. Veröffentlicht in Bastelauftrag

Wenn die Sonne scheint, dann gibt es auch Schatten - Bäume, Häuser, Autos, Menschen - einfach alles, was von der Sonne beschienen wird, hat auf der gegenüberliegenden Seite einen Schatten. Und der wird gebraucht, wenn wir uns eine Sonnenuhr basteln wollen.

Die Sonnenuhr im Blumentopf

Es gibt ganz viele unterschiedliche Arten, eine Sonnenuhr zu bauen. Die Sonnenuhr der Mach-mit-Aktion lässt sich schon aus ganz einfachen 'Zutaten' herstellen, die bestimmt jeder daheim hat.

Material:

  • 1 Blumentopf ohne Loch
  • 1 langen Stab oder Stift
  • 1 wasserfesten Markierstift
  • viele kleine Steine oder Sand oder Erde

Die Sonnenuhr ist schnell zusammengebaut:

Nimm den Blumentopf, halte den langen Stift oder Stab in der Mitte senkrecht hinein und fülle den Zwischenraum rundherum gleichmäßig mit Steinen, Sand, Erde oder was du sonst so zur Hand hast.

Der Stift muss senkrecht stehen, achte darauf! Wenn gerade die Sonne scheint, kannst du schon etwas feststellen: Der Stift wirft einen dünnen Schatten!

Jetzt fehlt noch das Ziffernblatt, damit wir die Uhrzeit auch ablesen zu können. Dazu brauchst du auf alle Fälle die Sonne, der Einfachheit halber eine richtige Uhr und viel Zeit.

Such dir einen Platz, an dem möglichst lange die Sonne hinkommt. Dann schaust du auf deine Uhr - immer bei einer vollen Stunde (also um zehn, um elf, um zwölf ...) machst du mit dem Markierstift auf dem Blumentopf einen Strich, wo der Schatten ist, und schreibst die Uhrzeit dran. Nach einer Stunde machst du den nächsten Strich, dann wieder eine Stunde später den nächsten usw.

Wichtig dabei ist, dass der Blumentopf während der ganzen Zeit am gleichen Ort stehenbleibt und dabei nicht gedreht wird!

Wenn du besonders fleißig warst, hast du Striche gemacht, bis die Sonne unterging und keinen Schatten mehr werfen konnte. Am nächsten (sonnigen) Tag kannst du nun deine Sonnenuhr benutzen.

Steht sie noch immer an der gleichen Stelle und wurde nicht verdreht, dann zeigt sie schon die richtige Zeit an. Ansonsten musst du sie neu einstellen.

Übrigens: Hast du bemerkt, in welche Richtung sich der Schatten auf deiner Sonnenuhr weiterbewegt? Genau im 'Uhrzeigersinn', wie die Zeiger auf einer normalen Uhr! Die Erfinder der mechanischen Uhren hatten zu Beginn die Wahl: In welche Richtung sollten sich die Zeiger drehen, rechts herum oder links herum?

Man hätte sie auch in die andere Richtung bewegen können, das ist technisch kein Problem. Und für uns wäre heute die andere Richtung ganz normal. Aber die ersten Uhrenbauer haben sich am Lauf des Schattens einer Sonnenuhr orientiert und die Zeiger ihrer künstlichen Uhren in genau diese Richtung laufen lassen.


Die Sonne

Mittags um zwölf steht die Sonne immer genau im Süden, jeden Tag, sommers wie winters. Ihr Schatten wiederum zeigt dann genau nach Norden. Du kannst deine Sonnenuhr also auch mit einem Kompass einstellen. Der Strich für zwölf Uhr muss dann in die gleiche Richtung zeigen wie die Kompassnadel.

Mittags um zwölf ist der Schatten während des gesamten Tages am kürzesten. Das liegt daran, dass die Sonne dann immer am höchsten steht.

Der Schatten

Schatten im SommerSteht die Sonne hoch am Himmel, wirft sie kurze Schatten.

Mittags steht sie am höchsten, es gibt dann also die kürzesten Schatten.

Im Sommer steigt die Sonne höher als im Winter, also gibt es dann zur gleichen Uhrzeit kürzere Schatten als im Winter.

Steht die Sonne niedrig am Himmel und befindet sie sich in der Nähe des Horizontes, gibt es lange Schatten. Das ist jeden Morgen und jeden Abend der Fall.

Im Winter steigt die Sonne außerdem nicht so hoch wie im Sommer, also gibt es dann zur gleichen Uhrzeit längere Schatten als im Sommer.

Schatten im Winter Übrigens: Deine Sonnenuhr wird nicht ganz genau gehen, sie weicht manchmal von der richtigen Uhrzeit ab. Das liegt daran, dass die Erde nicht gleich schnell um die Sonne wandert, sondern auf ihrer Bahn im Winter schneller dahinwandert als im Sommer.

Jeder Ort auf der Erde hat seine eigene Zeit, zu der die Sonne am höchsten steht. Damit aber nicht in jeder Stadt die Uhren anders gehen, einigte man sich vor vielen Jahren auf eine einheitliche Zeit: die Zeit der Zeitzone.

Die Sonnenuhr richtet sich nicht nach den Menschen, sondern ausschließlich nach der Sonne. Und die steht eben nicht überall am höchsten, wenn es auf unseren normalen Uhren Mittag ist. Dazu kommt noch die Abweichung, die durch die unterschiedlichen Bahngeschwindigkeiten der Erde entstehen.