Wasser

Wasser ist auf der Erde reichlich vorhanden und zugleich heiß begehrt - von allen Lebewesen! Denn das Leben auf der Erde kann ohne Wasser nicht existieren, und sehr wahrscheinlich hat es genau dort auch seinen Ursprung genommen. Ausgehend von der Beobachtung, dass (flüssiges) Wasser für das Leben unabdingbar ist, wird bei der Suche nach Leben auf anderen Himmelskörpern sehr darauf geachtet, ob dieser vielleicht Wasser enthält. Unsere These lautet also: Wo Wasser ist, da kann sich rein theoretisch auch Leben gebildet haben! Auf dieser Seite wollen wir uns einmal anschauen, welche Bedeutung Wasser für uns hat und wo im Sonnensystem Wasser zuhause ist.

Wasser - die Fakten

H2O

  • chemische Formel: H2O
  • 3 Aggregatzustände möglich: fest (Eis), flüssig (Wasser) und gasförmig (Wasserdampf)
  • Phasenübergänge bei 0°C (fest flüssig) und bei 100°C (flüssig gasförmig)
  • Anomalie: Wasser hat seine größte Dichte bei 4°C
  • Die Erde ist zu 2/3 mit Wasser bedeckt
  • Der Mensch besteht zu 70% aus Wasser, andere Lebewesen sogar bis zu 90%
  • Sehr wahrscheinlich hat das Leben seinen Ursprung im Wasser genommen
  • Das meiste Wasser ist zu salzig zum Trinken
  • Gesamtwassermenge: 1,386 Mrd. km3, davon 96,5% Salzwasser, 3,5% Süßwasser
  • Als Trinkwasser nutzbar sind nur 0,003% der gesamten Wassermenge der Erde!
  • Das meiste Trinkwasser ist in den Polkappen (Nordpol und Südpol) gebunden (als Eis und Schnee)
  • Ein weiterer großer Teil des Süßwassers ist als Eis in Gletschern und in Dauerfrostböden gebunden
  • Wasser gibt es als Grundwasser, in Meeren, Seen, Flüssen, im Boden, in der Atmosphäre und als Bestandteil von Lebewesen

Um Verluste durch Verdunsten (schwitzen) und Ausscheidung zu ersetzen, sollte man täglich 2-3 Liter Wasser zu sich nehmen. Schon 15% Wasserverlust beeinträchtigen die Lebensfunktionen des Menschen so stark, dass er daran sterben kann.

Der Wasserkreislauf

Da das Wasser bei den Temperaturen, die auf der Erde herrschen, alle drei Aggregatzustände annehmen kann, erfüllt es noch eine ganz wichtige Funktion: den Wasserkreislauf. Bei Sonneneinstrahlung erwärmen sich die Wasserflächen, ein Teil des Wassers verdunstet und gelangt als Wasserdampf in die Atmosphäre. Dort steigt der Wasserdampf auf und bildet Wolken.

Die Wolken wiederum werden von Luftströmungen (Winden) weitergetragen. Das Wasser wird also transportiert und gelangt dann als Regen oder Schnee in angrenzende oder weiter entfernt liegende Gegenden.

Das Wasser ist nun wieder am Boden angekommen, sickert in den Boden ein oder sammelt sich in Rinnsalen, die zu Bächen und später zu Flüssen werden. Diese fließen wiederum in immer tiefer liegende Landflächen, bis sie dann irgendwann auf ein Meer oder einen Ozean treffen und sich mit dessen Wasser vermischen. Somit ist der Wasserkreislauf geschlossen. Ganz nebenbei verändert das Wasser das Antlitz der Erde. Wo es niederfällt, kann etwas wachsen. In den Regenwäldern, wo es am häufigsten regnet, finden wir auch den größten Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. Wo es fast nie regnet, breiten sich karge Steppen und sandige Wüsten aus, in denen das Leben rar ist.

Zudem sorgt das Wasser für eine Umverteilung von Erde und Gestein. Denn auf seinem langen Weg aus den Bergen über Flusswege hin zu den Ozeanen nimmt es viel festes Material mit und lagert es an anderer Stelle wieder ab. Das ist ein Teil der Bodenerosion, durch die die Oberfläche der Erde ständig verändert wird. Auf Himmelskörpern ohne Wasserkreislauf, wie z.B. dem Mond bleibt die Oberfläche viele Milliarden Jahre erhalten und verändert sich nicht.

Die Einschlagkrater von Asteroiden sind auf dem Mond über Jahrmillionen erhalten geblieben. Auf der Erde dagegen verschwinden solche Narben mit der Zeit. Wir können davon ausgehen, dass die Erde von mindestens ebenso vielen Körpern aus dem All getroffen wurde wie der Mond. Von den allermeisten Kratern allerdings ist nichts mehr vorhanden.

Wasser gibt es nicht nur auf der Erde


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